Karlsfeld verliert beim Schlusslicht Traunstein mit 0:2 

Jonas Eicher von Eintracht Karlsfeld
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Zwei Gelbe in zwei Minuten: Jonas Eicher hatte wie alle Karlsfelder einen rabenschwazen Tag.

Auch noch zwei Tage später kann Eintracht-Trainer Jochen Jaschke noch gar nicht fassen, was seinem Kollegen Sebastian Stangl und ihm in Traunstein widerfahren ist: Der Landesliga-Zweite hat beim bisherigen Tabellenletzten SB Chiemgau Traunstein mit 0:2 (0:1) verloren. 

Nicht zuletzt weil gleich zwei Männer aus ihrem Defensivblock einen rabenschwarzen Tag hatten: Innenverteidiger Kilian Cuni sah binnen elf Minuten (24. und 35) zweimal gelb und musste vom Platz. Sein zweites Foul führte zu einem Strafstoß, den Moritz Knauer für die Hausherren verwandelte (1:0, 36.). In der zweiten Hälfte schaffte es der linke Karlsfelder Außenbahnmann sogar, dass ihm Schiedsrichter Sascha Vogl-gsang zwei bunte Kärtchen innerhalb von nur zwei Minuten zeigte (74. und 76.).

In der Schlussviertelstunde war die Eintracht nur noch mit acht Feldspielern vertreten. „Wir waren von Anfang an unkonzentriert“, erklärt Jaschke, „die Abstände zwischen unseren Reihen waren zu groß.“ Im Nachhinein sind er und Stangl sich auch nicht sicher, ob es klug war, gleich zwei Nachwuchskräften Schlüsselpostionen zuzuweisen: Tim Duchale eine zentrale Position hinter den Spitzen Michael Dietl und Dominik Schäffer sowie Florian Schrattenecker auf der linken Außenbahn. „Offensiv lief das ganz gut, auch weil sie immer wieder Positionen tauschten. Nur in der Rückwärtsbewegung stimmten die Zuordnungen nicht.“

Die Fehlerkette zum 0:1 nahm bei Ivan Ivanovic seinen Anfang: Er griff seinen Gegenspieler nicht an, als der nach Innen zog. Fabian Schäffer wollte an Cuni übergeben, der allerdings erst heran eilen musste. Leider zu stürmisch. Den Rest der Partie konnte sich der Abwehrchef ausruhen. „Im Grunde konnten wir mit dem knappen Rückstand zur Halbzeit froh sein“, zieht Jaschke ein Zwischenfazit. Die einzige Torchance für die Karlsfelder bot sich Dietl per Kopf (44.). Nach der Pause folgte schnell das 0:2 durch Kenan Smailovic (52.), die Eintracht-Azurris ließen die Köpfe hängen. Ausgerechnet zu diesem Match war die Eintracht erstmals in dieser Saison mit Bus und einem 50-köpfigen Anhang angereist. „Das tat uns richtig leid“, entschuldigt sich Jaschke bei den Fans. Kleiner Trost: Das Team ist immer noch Zweiter (18 Spiele/40 Punkte). Am Freitag ist der Dritte FCS Schwaig (18/39) im Karlsfelder Jahnstadion zu Gast (19 Uhr).

kho

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