Niederlage für die Karlsfelder Kicker.

Die Karlsfelder Eintracht gibt gegen Töging zweimal die Führung her

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Frühe Freude über das 1:0 (von links): Kubilay Celik, Michael Dietl, Marco Juric und Fitim Raqi herzen den Torschützen Martin Schön (genau in der Mitte der Traube).

Karlsfeld - Zott flog vom Platz

Es fing so gut an für den Landesliga-Spitzenreiter TSV Eintracht Karlsfeld gegen den bisherigen Neunten FC Töging. 

Schon nach zehn Minuten lagen die Weiß-Blauen mit 1:0 in Front: Martin Schön schwänzelte am 16-Meter-Rand dreimal hin und her und legte das Ei dann genau ins rechte untere Eck (1:0, 10.). Nach 90 Minuten hieß es indes 2:2 (1:1). Ein zwiespältiges Ergebnis, über das man zufrieden sein konnte oder sich ärgern – je nach Sichtweise.Denn immerhin mussten die Hausherren ab der 44. Minute mit einem Mann weniger auskommen. Rechtsverteidiger Robert Zott mischte sich in einen Disput zwischen Eintracht-Kapitän Thomas Oswald und Birol Karatepe mit einem Schubser ein – Schiedsrichter Patrick Meixner wertete die Aktion als Tätlichkeit und schickte den Karlsfelder duschen, sein Kontrahent kam mit Gelb davon. Zwanzig Minuten später stellte der Referee aus dem Friedberger Ortsteil Rinnenthal den personellen Gleichstand wieder her: Er zeigte dem Töginger Andreas Bobenstetter die Ampelkarte nach wiederholtem Foulspiel (64.). Das Trainerduo Jochen Jaschke und Sebastian Stangl hatten gegen die Ostbayern ihre volle Offensivpower aufgefahren. Mit Michael Dietl als Wand- und Kopfspieler, Schön als zweite Spitze und Umschaltstelle. Andre Gasteiger sorgte für Gefahr von rechts, Kubilay Celik überraschend von rechts. Fitim Raqi gab den Taktgeber und Lückenfinder. Schöns frühes Tor (bei der zweiten Chance) war die logische Folge. Stangl meinte daher: „Wir waren sehr gut im Spiel und deutlich überlegen. Mit elf Mann hätten wir die Partie sicher nach Hause gefahren.“ 

Der Ausgleich zum 1:1 fiel unter denkbar unglücklichen Umständen: Raqi lag nach einem Foul verletzt am Boden, die Karlsfelder forderten ihre Gäste auf, den Ball ins Seitenaus zu spielen was diese aber nicht. Stattdessen zog Raqis Gegenspieler Karatepe mit einem Volleyschuss ab (1:1, 13.). Die Eintracht blieb überlegen, nutzte aber ihre Chancen nicht und schwächte sich durch Zotts Zoff mit Karatepe selber (44.). „Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt!“, ärgerte sich Stangl. Die beiden Vorturner ersetzten Dietl nach dem Pausentee durch den jungen Verteidiger Ivan Ivanovic, stellten auf ein 4-4-1 um und überließen den Gästen die Kontrolle. Ein eingeübter Standard brachte die erneute Führung: Gasteiger schnibbelte eine Ecke von links auf den kurzen Pfosten, Marco Juric verlängerte mit dem Hinterkopf (2:1, 79.). „Das Ergebnis hätten wir eigentlich nur noch halten müssen“, schüttelte Stangl den Kopf. Aber der Fußballgott meinte es an diesem diesigen Samstag nicht gut den Karlsfeldern: Kurz vor Schluss rutschte Ivanovic im Strafraum aus, sein Kontrahent Martin Stefzcak hatte freie Bahn (2:2, 88.). Die Eintracht ist auf Rang zwei gerutscht, hinter den siegreichen SV Erlbach. 

Am kommenden Samstag steht den Karlsfeldern eine Reise zum TuS Holzkirchen ins Haus. Oder auch nicht: Im Oberland soll es schneien.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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