Bezirksliga Nord

Die Eintracht ist Landesligist

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Jubel: BFV-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Hauke (mit Sakko) übergab Pokal und Urkunde an Eintracht-Kapitän Fabian Schäffer (Mitte) und Abteilungsleiter Gerhard Stangl.

Karlsfeld - Mit 2:0 gegen den SV Nord machen die Karlsfelder die Bezirksligameisterschaft klar und kicken demnächst in der Landesliga Südost.

Sektduschen, tanzende Kicker, Freibier, strahlend blauer Himmel und beste Laune: Ausgelassen feierten die Fußballer des TSV Eintracht Karlsfeld ihre Bezirksliga-Meisterschaft und den Landesliga-Aufstieg. Mitten drin im Getümmel: Meistertrainer Luigi Marseglia, ziemlich blass, aber sehr glücklich. Dem 33-Jährigen war das Kunststück gelungen, das Team in seinem ersten Trainerjahr zum Titel und Aufstieg zu coachen.

„Besser kann es nicht werden“

Mit einem Augenzwinkern sagte er zur Dachauer Rundschau: „Im Grunde könnte ich jetzt aufhören. Besser kann es nicht werden.“ Vorausgegangen war ein nie gefährdeter 2:0 (2:0)-Sieg seiner Schützlinge gegen den SV Nord Lerchenau, mit Treffern von Thomas Ettenberger (19.) und Philip Lorber (43.). Die Karlsfelder waren hoch konzentriert in die Partie gegangen, ihr unbedingter Siegeswille war von Anfang an zu spüren. Die tolle Kulisse von rund 400 Zuschauern tat ein übriges.

Ettenberger schlenzt den Ball zur Führung ins Tor

Lorber hätte nach einer Ecke des quirligen Fitim Raqi fast eine frühe Führung erzielt (2.), danach ging es im Minutentakt weiter. Bis Ettenberger mit einem 22-Meter-Schlenzer aus dem Fußgelenk ins linke obere Tordreieck das erste Ausrufezeichen setzte (1:0, 19.). Prompt waren auf der Tribüne erste Gesänge zu hören: „Nie mehr Bezirksliga!“.

Lorber knipst zum 2:0 vor der Halbzeitpause

Raqi, Lorber (beide 30.) sowie Michael Dietl (38.) hatten das 2:0 auf dem Fuß. Dietl war es auch, der die Vorentscheidung einleitete: Nach einem Pass von Domenico Tanzillo ging der pfeilschnelle Mittelstürmer alleine auf SV Nord-Keeper Andreas Schäffler los, der allerdings noch den Fuß an den Ball brachte. Lorber nahm das Leder am Strafraumrand auf und zwirbelte es gefühlvoll in die rechte untere Ecke (2:0, 43.). Damit war die Partie gelaufen.

„Sieg in aller Ruhe nach Hause geschaukelt“

„In der zweiten Halbzeit haben wir den Sieg in aller Ruhe nach Hause geschaukelt“, beschrieb Marseglia das Geschehen. Dann blickte der junge Trainer zurück: „Zu Anfang der Saison hätte ich das nie erwartet.“ Richtungsweisend sei im Winter der Sieg im Hallenmasters gewesen, „das hat einen Motivationsschub gegeben“, so Marseglia.

Prominente Politiker gratulieren

Zu den ersten Gratulanten zählte Landrat Stefan Löwl: „Ein toller Tag für den Landkreis-Fußball!“ Karlsfelds Rathauschef Stefan Kolbe antwortete auf die Frage, wie man sich als Landesliga-Bürgermeister fühle, mit einem Schmunzeln: „Sehr gut!“. Er wird dem Team demnächst ein 50-Liter-Fäßchen zur Nachfeier überreichen.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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