ASV Dachau/Lokalsport

Viele Tore, wenig Freude

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Trainerbrüder im Duell: rechts der Sulzemooser Stürmer Martin Held, links ASV-Verteidiger Kevin Zepeda.

Dachau - ASV kassiert in zwei Partien sechs Gegentreffer, die Eintracht benötigt dazu nur ein Spiel.

Nur einer war am Sonntag zufrieden auf dem Kunstrasenplatz an der Gröbenrieder Straße: der Trainer des SV Sulzemoos, Peter Held. „Gegen den ASV kann man schon mal 2:2 spielen“, meinte der Coach des Bezirksligadritten mit einem breiten Grinsen. Sein Gegenüber Steven Zepeda war hingegen nicht zum Scherzen aufgelegt. „Sechs Gegentore in zwei Spielen ist einfach zu viel. Auf diese Weise können wir in der Landesliga nichts reißen.“ Am Vortag hatten die Stadtwälder eine 0:4-Niederlage gegen den Bayernligisten FV Illertissen 2 kassiert. Das Ärgerliche aus ASV-Sicht: Offensiv zeigten die Dachauer sehr ansprechende Leistungen, vergaßen aber das Toreschießen, defensiv legten sie ihren Gegnern praktisch alle Treffer selber auf. So gegen Sulzemoos, als der ansonsten überzeugende Keeper Korbinian Dietrich es verabsäumte, einen knappen Ball vor dem heranstürmenden SVS-Stürmer Bilal Solanke wegzuschlagen und prompt düpiert wurde (0:1, 39.). Dem ASV gelang dank Sebastian Mack ein glücklicher Pausenausgleich (1:1, 45.). 

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber anfänglich die Kontrolle. Die Führung nach einem eleganten Solo von Timo Aumayer war folgerichtig (1:2, 50.). Indes die Gäste vom Steindlbach kämpften sich zurück. Es war ausgerechnet der langjährige ASV-Offensivmann Lukas Schmitt, dem der Ausgleich durch einen brillanten 17-Meter-Freistoß genau ins rechte obere Eck gelang (2:2, 74.). „Schon als ich den Ball hinlegte, hatte ich ein gutes Gefühl“, erklärte Schmitt später. Einer der auffälligsten Sulzemooser Akteure war Neuzugang und Trainer-Bruder Martin Held. Bei den Dachauern wurde es immer gefährlich, wenn einer der Dworsky-Brüder, Andreas Roth, Aumayer oder auch Maximilian Kreitmair in Tornähe kamen. So auch im Match gegen die Schwaben. Der TSV Eintracht Karlsfeld hatte am Samstag eine Stunde lang gegen den Bayernligisten TSV Nördlingen auf Augenhöhe agiert (Halbzeit 0:1), dann aber defensiv völlig den Faden verloren und fünf weitere Tore zum 2:6 kassiert. „Schade, dass sich das Team nicht für die gute erste Stunde belohnt hat“, kommentierte Eintracht-Coach Jochen Jaschke nach dem Abpfiff. Dass Fitim Raqi einen Freistoß von der Torauslinie in den Nördlinger Kasten zwirbeln konnte (1;4, 76.), tröstete Jaschke nicht. Den zweiten Karlsfelder Treffer erzielte Fabio Palermo (2:5, 86.).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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