Knecht kehrt zum FC Pipinsried zurück

Knecht kehrt zum FC Pipinsried zurück

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Soll ab September wieder in Gelb-Blau für Tore Sorgen: Marian Knecht, der im Sommer und Herbst 2018 in Pipinsried für Wirbel sorgte.

Pipinsried - Der frühere Torjäger versucht sein Comeback beim Bayernliga-Primus

Der Bayernliga-Tabellenführer FC Pipinsried vermeldete in der abgelaufenen Woche einen weiteren Neuzugang. 

Es ist ein alter Bekannter: Marian Knecht (30), der zuletzt beim Regionalliga-Spitzenreiter Türkgücü München unter Vertrag stand. Der Stürmer kickte schon in der vergangenen Spielzeit, in der Regionalligasaison 2018/2019, beim Dorfklub. Bis zum Winter 2018 sehr erfolgreich, mit neun Treffern und zwei Assists. Danach weniger. Pünktlich zum Frühjahrsrundenstart 2019 wurde bekannt, dass Knecht sich den Münchner Türken anschließen wollte – die FCP-Führung war nicht informiert und reagierte verschnupft. „So ist das Geschäft“, kommentierte der damalige Manager Roman Plesche lakonisch. Anfang April 2019 zog sich Knecht eine Verletzung zu und fiel für die restlichen Regionalligaspiele aus. In München hatte der Stürmer kein Glück: Eine Leistenzerrung mit anschließender Operation setzte ihn außer Gefecht, er bestritt kein einziges Match für die Türkgücü-Profis. Dass Knecht nun ausgerechnet von Tarik Sarisakal an die Ilmquelle zurück gelockt wurde, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Unter dem Indersdorfer Ex-Profi wurde Knecht überregional bekannt: Erst beim damaligen Südwest-Landesligisten SC Fürstenfeldbruck, dann beim Landesliga-Aspiranten TSV Jetzendorf: Knecht schoss die Ilmtaler zwar in der Saison 2016/2017 zwar in die Relegation, hatte aber durch einen Platzverweis im Match gegen den TSV Neuried maßgeblichen Anteil am Jetzendorfer Scheitern in den Ausscheidungsspielen. 

Sarisakals ursprünglich positives Verhältnis zu seinem launischen Stürmer (24 Treffer in 24 Spielen) hatte sich schon im Laufe der Spielzeit immer weiter eingetrübt. Knecht zog anschließend für ein Jahr zum Bayernligaklub BFC Wolfratshausen weiter (25/31), bevor er in Pipinsried aufschlug. Sarisakals Kommentar zu Knechts Rückkehr klingt daher etwas zurückhaltend: „Marian bringt viel Qualität und Potential mit, die uns mit Sicherheit weiterhilft. Er braucht das nötige Umfeld, um sein Potential abzurufen.“ Knecht will es offenbar noch einmal wissen: „Ich möchte dort weitermachen, wo ich aufgehört habe. Und zwar mit Pipinsried in der Regionalliga“, wird der Torjäger in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert. Sein Ziel seien „15 Kisten“ in der vierten Liga, so Knecht weiter. Allerdings muss der Stürmer mit seinen neuen Kameraden zuerst den Aufstieg schaffen. Der Vorsprung des FCP ist mit 21 Punkten vor den letzten zwölf Partien zwar gewaltig, könnte aber noch wackeln. 

Der BFV hat nun beschlossen, die Saison 2020/2021 ausfallen zu lassen und stattdessen die Zeit von September 2020 bis Juni 2021 mit den restlichen Partien der aktuellen Saison zu bestreiten. Knecht und der FCP könnten daher frühestens im Juli 2021 in der vierten Liga kicken.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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