TSV Eintracht Karlsfeld führt die Landesliga-Tabelle mit 13 Punkten und 11:2 Toren

Ersatzgeschwächte Karlsfelder sichern sich Remis in der Nachspielzeit

Tim Duchale.
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Schoss die Eintracht in Erlbach in Führung: Tim Duchale.

„Wir haben einen Lauf“, stellte Jochen Jaschke nach dem Match beim letztjährigen Meisterschaftskonkurrenten SV Erlbach zufrieden fest. 2:1 führten die Ostbayern am Freitag Abend, als Dominik Pöhlmann in der fünften Minute der Nachspielzeit eine 40-Meter-Flanke von rechts hinten gen Erlbacher Strafraum schickte. 

Pascal Sattelberger verlängerte den Ball per Kopf in den Strafraum, der 20-jährige Ivan Ivanovic nahm ihn auf und schob die Kugel dem Erlbacher brasilianischen Kultkeeper, dem 38-jährigen Welder de Souza Lima, durch die Beine (2:2, 90.+5). Ein etwas glücklicher, aber durchaus verdienter Auswärtspunkt.

Der Treffer kam übrigens im direkten Gegenzug nach einer dicken Chance der Hausherren zustande. Ihr Goalgetter Harald Maier war kurz hinter Mittellinie losgestürmt, verfolgt von Robert Zott. Kurz vor dem Fünf-Meter-Bereich konnte ihn Thomas Ettenberger bremsen. Tormann Dominik Krüger warf sofort auf Pöhlmann ab, drei Sekunden später fiel der Treffer.

Ganz ähnlich war die Eintracht rund in der ersten Halbzeit in Führung gegangen. Krüger hatte einen Pass Maiers abgefangen und sofort auf Tim Duchale auf der linken Außenbahn abgeworfen. Das 23-jährige Karlsfelder Eigengewächs kreuzte das Stadiongrün, passte zu Michael Dietl, der Pascal Sattelberger abtropfen ließ. Der Karlsfelder Edeltechniker schickte einen genialen Schnittstellenpass in den Erlbacher Strafraum, genau in den Laufweg des durchsprintenden Duchale, der Lima mit einem Lupfer düpierte (0:1, 19.). Die Karlsfelder boten Fußball vom Feinsten.

Obwohl einige Stammkräfte fehlten, darunter Kilian Cuni (beruflich verhindert) oder die Schäffer-Brüder Fabian (dito) und Dominik (verletzt). Jaschke und sein Trainerkollege Sebastian Stangl hatten ihr Team daher mit einer defensiv ausgerichteten 4-1-4-1-Formation ins Rennen geschickt. Zur Überraschung des Gastgeber-Trainers Lukas Lechner, der die Gäste offensiver erwartet hätte. Der Erlbacher Ausgleich fiel durch Maximilian Manghofer mit einem überflüssigen Elfmeter, den Markus Huber am Strafraumrand verursacht hatte (1:1, 25.). Die Hausherren hatten zwar mehr Spielanteile, ihre Gäste fuhren aber weitere gefährliche Kombinationskonter. Die Eintracht hätte sogar wieder in Führung gehen könnte, wäre Dietls Kopfball nicht an der Latte gelandet (40.). Nach dem Seitenwechsel schnürten die Ostbayern die Karlsfelder phasenweise ein. Ein Ballverlust kurz vor der Mittellinie leitete schließlich das 2:1 ein. Sebastian Hager sprintete von links in den Karlsfelder Sechzehner ein und ließ Krüger keine Chance (2:1, 66.). Es blieb aber spannend bis zum Schluss. Ivanovic sorgte schließlich für ein Happy End.

Der TSV Eintracht Karlsfeld führt die Landesliga-Tabelle mit 13 Punkten und 11:2 Toren, dicht gefolgt vom TuS Holzkirchen (13/10:3). Am Samstag besucht die Eintracht den SB DJK Rosenheim (15 Uhr).

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