Pipinsried stoppt Negativserie

Dorfklub siegt in Unterzahl mit 3:0 gegen die SV Hankofen-Heiling

Serhat Imsak
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Sieht aus wie ein Geistesblitz, wird dann zum 1:0 durch Serhat Imsak (in Gelb-Blau). Die Schalding-Heininger sehen offenbar das Unheil kommen.

Nach vier Punktspielniederlagen und dem Pokal-Aus hat der Regionalliga-Aufsteiger FC Pipinsried am vergangenen Woche das Glück wieder auf seine Seite gezwungen. Mit 3:0 (2:0) besiegten die Pipinsrieder die SpVgg Hankofen-Heiling. Ausgerechnet, denn die Niederbayern sind bis jetzt das einzige Team, das dem Tabellenführer FC Bayern eine Niederlage zufügen konnte – ein 2:1 wenige Tage zuvor.

Die Pipinsrieder erstarrten nun aber nicht in Ehrfurcht. Im Gegenteil. Ab der ersten Minute war ihnen anzumerken, dass sie diese Partie unbedingt gewinnen und ihre negative Serie beenden wollten. „Man of the Match“ war Serhat Imsak (22), ein Strafraumstürmer, den Pipinsrieds Coach Andreas Thomas aus seiner Zeit beim Nachwuchsleistungszentrum beim FC Ingolstadt kennt.

Imsak köpfte die Gelb-Blauen schon nach sieben Minuten in Führung, nach einem Freistoß des zuletzt grippal geschwächten Nikola Jelisic (1:0, 8.). Wenige Minuten später legte Imsak nach, mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern (2:0, 17.). „Ein Tor reicht nicht, das war mir klar“, erklärte Imsak hinterher.

Sein Trainer meinte: „In den Vorwochen wäre der Ball wohl noch mehrere Male vor der Box hin- und hergeschoben worden. Jetzt hat er einfach mal abgezogen, wie wir das besprochen hatten.“ Imsak gab auch den Vorkämpfer beim energischen Pressing in der gegnerischen Hälfte, mit dem die Hausherren ihre Gäste zu Fehlpässen zwangen. Doch dann schwächten sich die Pipinsrieder selber. Innenverteidiger Peter Guinari handelte sich zwei gelbe Karten wegen Foulspiels an der Außenlinie an und musste vom Feld (37.). Dass die Niederbayern die rund 50-minütige Feldüberlegenheit nicht zu nutzen wussten, lag laut Gästetrainer daran, „dass die Pipinsrieder sehr kompakt verschoben“. Stattdessen legten die Gastgeber noch einmal nach. Der eben eingewechselte Eren Emirgan stürmte die linke Außenbahn bis zur Grundlinie hinunter und passte dann schulmäßig in den Lauf von Albano Gashi – der Feinfuß war ebenfalls frisch ins Spiel gekommen und fackelte nicht lange (3:0, 73.).

Unter den Zuschauern weilte auch BFV-Präsident Dr. Rainer Koch. Er sagte nach dem Abpfiff „Ich habe jetzt zweimal Pipinsried gesehen (das erste Mal in Heimstetten – d.Red.), beide Male haben sie sehr gut gespielt und gewonnen.“Thomas antwortete schlagfertig: „Dann kaufen Sie sich eine Jahreskarte und schauen regelmäßig bei uns vorbei.“

Am Freitag trat der FC Pipinsried bei der SpVgg Unterhaching an, die vergangenes Wochenende gegen den FC Bayern 2 mit 1:6 den Kürzeren zogen.

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