Moustafa Katbi disqualifiziert

Cross-Dritter disqualifiziert

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Im Ziel noch gefeiert, dann disqualifiziert: Moustafa Katbi (Zweiter von rechts). Daneben (von links): Frank Schouren, Sieger Florian Pasztor und der Zweite Thomas Mittag.

Pfaffenhofen/Dachau - Soli-Radler Moustafa Katbi hatte nicht den kompletten Kurs bewältigt. Er wurde nachträglich disqualifiziert.

Vor einer Woche sorgte Moustafa Katbi (Soli Dachau) beim Pfaffenhofener Nikolaus-Crosslauf für eine Sensation, als er vor vielen Spitzenläufern als Dritter die Ziellinie kreuzte. Doch schon im Zielraum äußerten einzelne Athleten, darunter der in München lebende Frank Schouren, Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Resultates (DACHAUER RUNDSCHAU berichtete in KW 50). In der vergangenen Woche überprüften die Organisatoren des MTV Pfaffenhofen den Vorgang: Ihr Chef Bernhard Ugele sprach mit einigen Teilnehmern, die Fotos des Vereinsfotografen und der Lokalpresse wurden gesichtet.

Moustafa Katbi absolvierte nicht die komplette Strecke

Das Ergebnis: Katbi rangierte in der ersten und zweiten Runde auf Rang 20 und 22, in der Schlussrunde ward er hingegen erst wieder auf der Zielgeraden gesehen, nicht jedoch auf der Strecke. So waren sich zum Beispiel der 18. Herbert Jany (MTV Pfaffenhofen), hinter den sich der Syrer in Rund eins eingeordnet hatte, und der Fünfte Martin Stier (MTV Ingolstadt) sicher, nicht von dem jungen Radler überholt worden zu sein. Ugele kam schließlich zu dem Schluss: „Wenn ein Läufer in der letzten Runde mehr als ein Dutzend vor ihm liegende Läufer mit einem Affenzahn überholt, hätte das irgendjemanden auffallen müssen.“ Katbi wurde daher nachträglich disqualifiziert. Einen Tag darauf schickte der Flüchtling ein Geständnis an seine Soli-Vereinskameradin Martha Schwarzbauer.

Er gab zu, die Schlussrunde abgekürzt zu haben

Bitter für die Soli-Sportlerin, denn sie hatte Katbi bei dem Rennen betreut und ihn leidenschaftlich bei den ersten Verdächtigungen verteidigt. Schwarzbauer informierte Ugele von Katbis Geständnis und zeigte sich persönlich sehr enttäuscht. „Dieses Verhalten kann ich nicht verstehen. Ich werde mich für diesen Mann nicht mehr einsetzen“, schrieb sie an alle Teilnehmer. Ugeles abschließender Kommentar: „Wer bei so einem Rennen schummelt, betrügt sich eigentlich nur selber“, sagte Ugele. Der Verein wird in Zukunft zusätzliche Rundenzähler an der Strecke postieren.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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