Fußball

ASV hat Aufstieg im Visier

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Torwart springt links, Lukas Schmitt schießt rechts – die Entscheidung.

Dachau - Der Sieg stand bis zum Schluss auf Messers Schneide. Der ASV-Dachau siegte dennoch mit 2:0 gegen Türkgücü Ataspor.

Bei einem Konter war ASV-Kapitän Christian Roth in den Strafraum von Türkgücü Ataspor München gestürmt, der (ansonsten fantastische) Torwart der Gäste, Cerruti Zola, stürmte etwas ungestüm heraus – Roth segelte mindestens fünf Meter durch die Luft und freute sich dort oben vermutlich schon über den fälligen Elfmeter. Da Zola vom Feld musste und Türkgücü-Coach Alper Kayabunar (Rainer Elfinger hatte unter der Woche seine Demission eingereicht) schon dreimal gewechselt hatte, musste ein Feldspieler ins Tor – kein Problem für Lukas Schmitt (2:0, 90.).

Ruhige erste Halbzeit

Die Führung hatte Stefan Vötter in der ersten Hälfte erzielt. Philipp Schmidt hatte Dennis Bergmann eingesetzt, der aber Zola nicht überwinden konnte. Vötter schnappte sich das Leder und schob ein (1:0, 34.). Bis dahin war die Partie ruhig verlaufen, nun nahm sie Fahrt auf, vor allem nach der Pause. Die spielstarken Hauptstädter hatten Ballbesitzvorteile, waren aber bei schnellen Gegenstößen anfällig. Trotz oder weil sie dort zwei Routiniers stehen hatten: Den Ex-Profi und langjährigen Pipinsrieder Erkan Atilgan (36) und den Ex-Profi Michael Kokocinski (32), der bis zum Winter noch als Führungsfigur bei den U23-Löwen aktiv war.

Brandgefährliche Konter

Die beiden agierten clever, doch wenn Philipp Schmidt einen Sprint anzog, konnten sie nicht folgen: Wie in der 47. Minute. Doch der lange Stürmer zögerte vor dem Abschluss zu lange, die beiden Routiniers waren wieder zur Stelle und nahmen ihm das Leder ab. So ging es die ganze zweite Hälfte: Die technisch starken Türken schnürten die Dachauer phasenweise ein, die dafür immer wieder brandgefährliche Konter setzten. Ohne einen Wahnsinnsreflex von ASV-Schlussmann Artem Bykanov – der einen Schuss von Cengiz Ötkün aus fünf Metern abwehrte (87.) – wäre es wohl nichts mit dem Dreier geworden.

Platz zwei der Landesliga Südost

Der ASV Dachau ist weiterhin Zweiter der Landesliga Südost (50 Punkte), punktgleich mit dem SB Chiemgau Traunstein. Der TuS Holzkirchen hat sechs Zähler Vorsprung. Schon am Mittwoch steigt das große Landkreis-Derby im Sepp-Helfer-Stadion: Der TSV Eintracht Karlsfeld, der am Wochenende spielfrei war, muss dringend punkten, um die Abstiegsrelegation zu vermeiden. Die Stadtwälder wollen jedoch unbedingt in die Bayernliga. Anpfiff ist um 18.30 Uhr. Am kommenden Samstag fahren die Dachauer nach Traunstein, die Karlsfelder müssen nach Holzkirchen (beide 15 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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