Auf den Abstieg des FCP folgen Konsequenzen.

Neuer Spielertrainer beim FC Pipinsried

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Muriz Salemovic soll den FCP zurück in die Regionalliga führen.

Pipinsried - Der Cheftrainer Fabian Hürzeler gibt künftig den Assistenten.

Der Regionalliga-Absteiger FC Pipinsried hat eine Lösung in der Trainerfrage gefunden – allerdings auf einem kommunikativ eher holprigen Weg. 

Am vergangenen Samstag vermeldete der Dorfklub, dass Muriz Salemovic künftig als Spielertrainer tätig werden soll. Über das Schicksals des bisherigen Spielertrainers Fabian Hürzeler schwieg sich die Vereinsseite aus. 

Am Sonntag morgen bestätigte Manager Roman Plesche die Personalie Salemovic, ärgerte sich aber offenbar über das Vorpreschen der Vereinsvertreter, die für die Internetauftritte des FCP verantwortlich sind. In der vergangenen Woche ging es in mehreren Diskussionsrunden heftig zur Sache, wie Präsident Roland Küspert noch am vergangenen Freitag einräumte. Die Personalie Hürzeler spielte dabei eine Schlüsselrolle. Im Verein gibt es einige Stimmen, die schon im Winter auf eine Ablösung des damals noch 25-Jährigen drängten. In der Schlussphase der Saison erhielt der DFB-A-Lizenzinhaber ein Ultimatum – doch trotz der folgenden Niederlage in Buchbach blieb er im Amt. 

Nicht zuletzt, weil Hürzeler in den beiden FCP GmbH-Geschäftsführern Roman Plesche und Uli Bergmann zwei wichtige Fürsprecher hatte. Plesche deutete vor Wochenfrist sogar seinen eigenen Rückzug an. Die Top-Personalie Salemovic war zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon unter Dach und Fach. Der Kemptener (wie Plesche) mit montegrinischen Wurzeln ist beim FCP bestens bekannt: Der 30-jährige Salemovic kickte in den vergangenen zehn Jahren regelmäßig gegen die Gelb-Blauen, zuerst im Dress des FC Augsburg 2 (2008/2009), dann des TSV 1880 Landsberg (2009 bis 2016) und zuletzt beim Regionalligisten des FC Memmingen (2016 bis 2018). 

In der abgelaufenen Saison führte der Edeltechniker die Landsberger als Spielertrainer von der Südwest-Landesliga zurück in die Bayernliga. Hürzeler zeigte sich am Sonntag über das Facebook-Vorpreschen des Vereins irritiert: „Man hinterfragt sich, ob ich mir das wirklich geben möchte.“ 

Am Montag verkündete der Verein in einer Pressemeldung, wie die beiden künftig zusammenarbeiten sollen: Hürzeler habe vorgeschlagen, dass Salemovic bei unterschiedlichen sportlichen Auffassungen „den Stichentscheid“ haben solle – mit anderen Worten: Der DFB-A-Lizenz-Inhaber ist künftig als Co-Trainer beim FCP tätig, seine Tätigkeit beim DFB als Co-Trainer der U20-Auswahl will er fortführen. Plesche wird in der Pressemeldung übrigens mit dem Satz zitiert: „Wir von der sportlichen Leitung sind sehr stolz, dass wir Muriz Salemovic als Spielertrainer gewinnen und Fabian Hürzeler im Verein halten konnten.“ 

Die Aussage bedeutet: Ohne Plesche kein Salemovic und gegen Plesche keine Hürzeler-Entlassung.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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