Lokalsport/ FC Pipinsried 

Pipinsrieder Heimfluch wirkt weiter

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Marian Knecht (rechts) holt zum 1:0 aus, Memmingens Marcel Heilig kann nicht entscheidend stören.

Pipinsried - FCP verspielt zweimal die Führung beim 3:3 gegen FC Memmingen – Knecht trifft doppelt.

Auch im achten Anlauf konnte der Regionalligist FC Pipinsried in dieser Saison keinen Heimsieg einfahren. Der letzte Dreier zu Hause des FCP datiert gar vom 10. April (4:0 gegen 1. FCN2). Am vergangenen Samstag sah es zweimal so aus, als ob der Dorfklub seinen „Heimfluch“ im Duell mit dem Regionalliga-Spitzenklub FC Memmingen beenden könnte: nach dem 1:0 (14,) und 3:2 (56.), beide Male von Marian Knecht erzielt. Doch beide Male schlugen die Gegner zurück. Die Memminger hatten die Führung der Hausherren nach einer guten halben Stunde durch einen Doppelschlag gedreht: Erst glich Patrik Dzalto aus (1:1, 32.), dann düpierte Jannik Rochelt FCP-Tormann Thomas Reichlmayr durch eine direkt verwandelte Ecke (1:2, 34.). Rochelt war es auch, der mit einem 30-Meter-Traumtor für den 3:3-Endstand sorgte (72.). In der zweiten Halbzeit drohte die Partie zu entgleisen: Memmingens Marco Schad grätschte Christoph Burkhard in die Seitenbande (was zu dessen Auswechslung führte), ohne dass die Aktion von Referee Stein deutlich sichtbar geahndet wurde – die NAT-Arena verwandelte sich in einen „Hexenkessel“, wie FCP-Wirbelwind Amar Cekic hinterher befand. Haupttribüne lief Sturm. Dass der Zweitliga-Linienrichter dem Unterallgäuer schließlich doch noch die gelbe Karte zeigte, ging unter. Für Burkhard kam FCP-Kapitän Thomas Berger zum Einsatz. Zur Überraschung der Fans und Experten – und wohl auch Bergers – hatte der neue FCP-Coach Manfred Bender das Pipinsrieder Idol anfänglich auf die Bank gesetzt. Der Kapitän drehte das Match erneut: Erst bereitete er das 2:2 durch Kasim Rabihic vor (52.), dann legte er Knecht maßgerecht zum 3:2 auf. Das Stadion tobte. Vollends turbulent wurde es, als Cekic seinen Gegenspieler Fabian Lutz mit beiden Händen umstieß. Der Unparteiische beließ es bei Gelb für beide Beteiligten (67.) – wohl eine Konzessionsentscheidung. Bei den heißblütigen Memminger Trainern Stephan Baierl und Kevin Siegfanz stieß der „Mann in Schwarz“ indes auf kein Verständnis. Bender kommentierte nach dem Abpfiff: „Was diese beiden (Memminger Trainer) an der Seitenlinie aufgeführt haben, ist unglaublich. Und was sich der Schiedsrichter gefallen ließ, auch.“ Bender ließ die Pressekonferenz platzen und fuhr nach Hause. Sein Kollege Fabian Hürzeler war nicht vor Ort, weil im Einsatz für den DFB. So unterhaltsam die Partie auch war, die Bilanz für den FC Pipinsried ist ernüchternd: Der Dorfklub trägt nun die rote Laterne. Ein schwacher Trost: Im Regionalliga-Keller geht es eng zu – der Zwölfte, der FCA 2, hat nur einen Punkt Vorsprung vor dem Schlusslicht FCP. (14 Punkte). Am kommenden Samstag tritt die Bender-Truppe beim Aufsteiger und Liga-14. SV Heimstetten an (Anpfiff: 14 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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