Dramatische Aufholjagd gegen Bayreuth

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Machte bei beiden Gegentoren keine gute Figur: Arijanit Kelmendi (links), der hier vom 0:2-Schützen Shpetim Sulejmani angegangen wird. Dahinter Luis Grassow.

Pipinsried - Pipinsried egalisiert 0:2-Rückstand/Zischler sieht vor der Pause Rot.

Der FC Pipinsried hat es am vergangenen Freitag Abend nicht geschafft, einen Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen. Gegen das Regionalliga-Schlusslicht SpVgg Bayreuth musste sich der Dorfklub mit einem 2:2 (0:1) zufrieden geben. Dass die Mannschaft und die 320 Zuschauer den Punkt dennoch wie einen Sieg feierten, lag daran, dass die Gäste bis zur 71. Minute mit 2:0 geführt hatten; zudem musste Maximilian Zischler schon in der 34. Minute vom Platz, nach einem rüden Foul an Ivan Knezevic. Der auffälligste Bayreuther war es auch, der den ersten Treffer einleitete, den Anton Makarenko per Kopf vollendete (0:1, 27.). Vorausgegangen war ein Missverständnis zwischen Tormann Thomas Reichlmayr und Verteidiger Arijanit Kelmendi. Das 0:2 war ebenfalls ein Produkt mangelhaften Verständnisses, diesmal zwischen Amar Cekic und Kelmendi. Nutznießer war Shpetim Sulejmani (0:2, 55.). Der FCP hätte ebenfalls einlochen können, zum Beispiel durch einen 16-Meter-Schuss von Kasim Rabihic, der an den linken Pfosten prallte (5.). Oder durch einen Kopfball von Überraschungs-Mittelstürmer Michael Denz, der vom rechten Seitenholz zurücksprang (34.). Doch auch nach dem Rückstand gaben sich die Pipinsrieder nicht auf. Als Makarenko nach einer Ampelkarte zum Duschen musste (65.), bekamen sie die zweite Luft: Rabihic tankte sich durch die Frankenabwehr und hämmerte die Kugel aus kurzer Distanz ins Netz (1:2, 72.). In der Nachspielzeit düpierte FCP-Kapitän Thomas Berger seinen Gegenspieler, sprintete bis zur Grundlinie und legte perfekt für den am Elfmeterpunkt lauernden Philipp Schmidt auf (2:2, 90.+2). In der Tabelle konnte sich das Team von Spielertrainer Fabian Hürzeler allerdings nicht verbessern – im Gegenteil, es ist auf den vorletzten Rang zurückgefallen. Der Coach ist in dieser Woche für den DFB tätig, als Co-Trainer der U19-Auswahl des Verbandes, die am kommenden Freitag und Montag zwei Partien zu bestreiten hat. Am Sonntag wird er beim Auswärtsspiel gegen den VfR Garching (14 Uhr) aber wieder mit dabei sein. Am letzten Tag der Transferfrist hat der FC Pipinsried Özgür Sütlü (25) verpflichtet. Der Mittelfeld-Allrounder war in den beiden vergangenen Spielzeiten beim Landesligisten SV Türkgücü Ataspor München (50 Spiele/sechs Tore) tätig, zuvor war er zwei Jahre beim Bayernligisten SV Heimstetten angestellt (22/2). „Die Verpflichtung war notwendig geworden, weil Riccardo Basta wegen einer Schambeinentzündung auf unabsehbare Zeit ausfällt“, erklärte Manager Roman Plesche.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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