Fußball/FC Pipinsried

Im Tor-Rausch erster Heimsieg

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Doppelte Freude: die Pipinsrieder Doppeltorschützen Marian Knecht (links) und Amar Cekic.

Pipinsried - FCP fertigt Bayern-Jäger Schweinfurt mit 5:0 ab – Cekic und Knecht treffen doppelt, Bender bleibt.

Es war ein denkwürdiger Nachmittag in der Pipinsrieder NAT-Arena: Mit einem furiosen 5:0 (2:0) feierte der Regionalligist aus dem Dachauer Hinterland seinen ersten Heimsieg in der laufenden Saison. Als Spielball für die entfesselt agierenden Gelb-Blauen hielt ausgerechnet das Team des bisherigen Tabellenzweiten und Bayern-Jägers 1. FC Schweinfurt 05 her – eine Mannschaft, die seit dem 7. April (gegen den TSV 1860 München) kein Spiel mehr verloren hatte. Die Dorfklub-Kicker versenkten ihre unterfränkischen Gäste durch zwei Doppelschläge: Kurz vor der Pause durch Kasim Rabihic (42.) und Amar Cekic (43.) sowie zu Beginn der Schlussphase durch einen Doppelpack von Marian Knecht (72. und 74.). Die Vorentscheidung fiel durch Cekics 3:0 (63.), einem 17-Meter-Hammer genau unter die Latte. Die erste halbe Stunde der Partie gehörte indes den Gästen, ohne dass sie daraus Kapital schlagen konnten. Nicht zuletzt, weil FCP-Tormann Thomas Reichlmayr gegen den durchgebrochenen Stefan Krautschneider auf dem Posten war (24.). Nach dem 1:0 spielten sich die Pipinsrieder regelrecht in einen Rausch. Jeder der Pipinsrieder Treffer war sehenswert, weitere Tore hätten eigentlich fallen müssen. Die Gäste hatten die Anfangsphase klar dominiert, setzten nach dem Doppelrückstand alles auf eine Karte und wurden anschließend mehrfach schulbuchmäßig ausgekontert. Von den anfangs lautstark auftretenden Fans der Schweinfurter – eine Gruppe hatte auf dem Hang gegenüber des Stadions Stellung bezogen und zündete Bengalos – war danach nichts mehr zu hören. 1. FCS-Trainer Timo Wenzel entschuldigte sich später in der Pressekonferenz im Namen des ganzen Vereins für „rassistische Beleidigungen“ gegenüber FCP-Ersatzspieler Fadhel Morou. Pipinsrieds Trainer Manfred Bender lobte das „konzentrierte Auftreten“ seiner Mannen bis zum Schluss. Der Ex-Profi wurde dieser Tage als Trainer beim Drittligisten Fortuna Köln gehandelt. Am Samstag Abend sagte er der Dachauer Rundschau: „Die Entscheidung fällt in den nächsten ein bis zwei Tagen. Ich sehe das Ganze gelassen.“ Die Kölnische Rundschau meldete indes schon am Samstag Abend, dass Tomasz Kaczmarek (Viktoria Köln, Stuttgarter Kickers) Trainer der Fortuna wird. In Pipinsried wird man sich angesichts der Wechselwilligkeit Benders wohl Gedanken machen, wie die Saison stabil zu Ende gebracht werden kann. Mit dem hohen Sieg hat der FC Pipinsried zum Ende der Vorrunde einen Satz auf Platz zwölf gemacht. Allerdings beträgt der Abstand zwischen Platz elf und Platz 18 gerade einmal zwei Zähler. Am kommenden Samstag ist der Drittletzte SpVgg Greuther Fürth 2 in Pipinsried zu Gast (14 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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