Pipinsried gegen Schwabmünchen

„Genickschlag“ kurz vor Abpfiff

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Das Team von FCP-Spielertrainer Ömer Kanca (vorne), hier im Duell mit Schwabmünchens Thomas Rudolph, musste sich wieder mit einem Remis begnügen.

Schwabmünchen/Pipinsried - Es ist wie ein Fluch: Schon wieder hat der FC Pipinsried in den Schlussminuten einen Treffer kassiert und damit wichtige Punkte verloren.

In Schwabmünchen lief die 89. Minute, der 17-jährige Schwabmünchner Abwehrmann Mark Wehringer schaufelte einen Freistoß in den Pipinsrieder Strafraum, der abgewehrte Ball landete vor den Füßen von Michael Keppeler. Der 20-Jährige hielt einfach drauf und traf an Freund und Feind vorbei ins Netz (2:2, 89.). Ein Genickschlag für die Pipinsrieder.

In der ersten Halbzeit hatten sich beide Teams abgetastet, der Dorfklub erarbeitete sich dabei leichte Feldvorteile. Das erste Tor fiel jedoch auf der anderen Seite: FCP-Innenverteidiger Denny Herzig ließ sich das Leder vom Ex-Affinger Daniel Raffler abjagen. Gegen dessen Heber war FCP-Schlussmann Kevin Maschke machtlos (1:0, 45.+1).

Es sah schon nach einem Sieg aus

Nach der Pause dasselbe Bild: Raffler ließ Herzig bei einem Sprintduell förmlich stehen, scheiterte aber an Maschke (48.). Gleich darauf zielte TSV-Mann Ahmet Cam zu ungenau (49,). Allerdings schienen die Hausherren damit ihr Pulver verschossen zu haben. Speziell nachdem Andreas Götz den Ausgleich mit einer 20-Meter-Volley-Granate erzielt hatte (1:1, 50.). Es kam sogar noch besser: Markus Achatz legte von Linksaußen zurück, Eisgruber ließ für Herzig durch und der Defensivmann machte seinen Fehler beim 1:0 wieder wett (1:2, 75.).

Offene Schlacht statt gut verteidigt

Alles sah nun nach einem sicheren Sieg für die Kicker aus dem Dachauer Hinterland aus. Doch statt clever zu verteidigen, ließen sie sich auf eine offene Schlacht ein. Bei der die Schwabmünchner schließlich ausgleichen konnten.

Beide Trainer waren hinterher unzufrieden. TSV-Coach René Ott klagte: „Wir hätten die Partie gleich nach der Pause entscheiden müssen.“ Sein gelb-blauer Kollege Ömer Kanca seufzte: „Das ist bitter, durch so ein Gurkentor in der Schlussminute zwei Punkte zu verlieren.“ Denn der eine Zähler bringt den Pipinsriedern wenig: Sie verharren in der Relegationszone, auf Platz 14.

kho

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