Bayernliga Süd

Zur Sensation fehlten nur wenige Sekunden

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Torschützen im Duell: Pipinsrieds Emre Arik (vorne) entwischt hier Pullachs Florian Königer.

Pipinsried muss sich wegen Elfmeter in der Nachspielzeit mit 2:2 gegen Pullach begnügen. Dennoch macht das Ergebnis Mut für die kommenden Spiele.

Rund dreißig Sekunden haben dem FC Pipinsried zur großen Sensation gefehlt. Mit 2:1 führte die Truppe von Trainer Bernd Weiß gegen den bisherigen Bayernliga-Primus SV Pullach nach einem Treffer von Emre Arik (55.) und einem frechen Tor von Manuel Eisgruber (60.).

Pullachs Torschütze versenkte sicher

Florian Königer hatte die Gäste in Führung geschossen (25.). Und dann: FCP-Oldie Martin Finkenzeller holte in der 95. Minute einen Pullacher von den Beinen, ungeschickterweise im eigenen Strafraum. Referee Michael Hofbauer zeigte auf den Punkt. Pullachs Torschütze Menelik Ngu‘Ewodo versenkte sicher – gleich zweimal, denn seinen ersten Versuch musste er wiederholen, weil SVP-Innenverteidiger Alexander Benede zu früh in den Strafraum gestürmt war (2:2, 90.+ 5).

Nachspielzeit sorgte für Diskussionsstoff

Pipinsrieds Präsident Konrad Höß schäumte: „Warum lässt der Schiedsrichter gleich fünf Minuten nachspielen?“ Weiß sah die Sache abgeklärter: „Der Unparteiische hatte auf beiden Seiten strittige Situationen. Zum Beispiel bei Manuels Tor. Wir brauchen uns nicht beklagen.“

Eisgruber hatte die Hände zu Hilfe genommen

Worauf Weiß anspielte, war jedem im Stadion klar: Eisgruber hatte vor seinem Führungstreffer die Hände zu Hilfe genommen und Benede von hinten gestupst. Der Referee ließ weiter laufen, vielleicht auch, weil der sonst so robuste Benede wie ein sterbender Schwan zu Boden sank. Eisgruber bedankte sich und tunnelte Pullachs Schlussmann Michael Hofmann zum zwischenzeitlichen Führungstreffer (60.).

Unerwartetes Ergebnis

Nichts hatte nach den ersten 45 Minuten auf ein derartiges Ergebnis hingedeutet. Die Gäste waren den Hausherren in allen Belangen überlegen, versäumten aber, frühzeitig den Sack dicht zu machen. Königers Treffer resultierte aus einem scharf geschlagenen Freistoß von Andreas Roth. Dinkelbach und Ngu‘Ewodo hätten schon vorher treffen müssen (20.), Roth scheiterte später an FCP-Tormann Kevin Maschke (41.) Weiß war nach dem Schlusspfiff erleichtert: „Das gibt uns Auftrieb für die Duelle mit den direkten Abstiegskonkurrenten.“

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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