Verfrühte Winterpause verdient

FC Pipinsried knackt 60 Punkte

+
Schnibbel- und Dribbelkönig Paolo Cipolla (links) leitete 19. Sieg des FC Pipinsried ein. Die Ingolstädter – hier Felix Bachmann – hatten das Nachsehen.

Pipinsried - Der Bayernliga-Überflieger aus Pipinsried setzt sich im letzten Spiel des Jahres mit 3:1 gegen den FC Ingolstadt 2 durch.

Der FC Pipinsried hat in der Bayernligasaison 2019/2018 einen Rekord erzielt, der wohl auf Jahre Bestand haben wird. Am vergangenen Samstag besiegten die gelb-blauen Tabellenführer den starken Profinachwuchs des FC Ingolstadt mit 3:1 (2:0) und holten sich damit den 19. Dreier im 22. Match. Zusammen mit drei Remis addieren sich daraus unglaubliche 60 Punkte. Ein weiterer Rekord: Pablo Pigl erzielte vom Elfmeterpunkt sein 20. Ligator (1:0, 10.). Mario Götzendorfer hatte den flinken Paolo Cipolla am rechten Fünf-Meter-Rand umgeschubst. Eine glückliche Führung für die Hausherren, denn schon zuvor hätten Gabriel Weiß (3.) und Götzendorfer (8.) auf der anderen Seite einnetzen müssen – stünde beim FCP nicht der reaktionsschnelle Johann Hipper im Kasten. FCP-Coach Fabian Hürzeler und sein Kollege Salemovic hatten den an der Hand verletzten Amar Cekic durch Cipolla ersetzt. Der kleine Schnibbel- und Dribbelkönig ließ vergessen, dass Cekic eigentlich einen Stammplatz im gelb-blauen Team hat. Beim Aufwärmen verletzte sich zudem Linksverteidiger Fabian Müller. Die Pipinsrieder Trainer begannen daraufhin mit einer Dreierketten, mussten aber nach der Anfangsphase mehrfach umstellen, um den schnellen Jungprofis die Sprint-Räume zu nehmen. Ein Mittel gegen die klug gestaffelte Schanzer-Abwehr fanden die beiden indes nicht. Auch in der Folge blieben die jungen Ingolstädter zwar gefährlich, die Dorfklub-Mannen aber effizienter. Deren zweite Ecke durch Steffen Krautschneider führte zum zweiten Tor – ein Kopfballtorpedo von Kapitän Stephan Thee (2:0, 22.). Bis zur Pause egalisierten sich die Teams. Ein Sonntagsschuss beendete die FCI-Hoffnungen auf eine Sensation: Daniel Leugner schnibbelte die Kugel aus dem linken Halbraum genau auf das Fünf-Meter-Eck, wo schon Krautschneider lauerte und mit dem Vollspann vollendete (3:0, 68.). „Das war der Genickbruch für mein junges Team“, formulierte der Ingolstädter Fußballlehrer Alex Reifschneider nach der Partie. Hürzeler zog vor den Schanzern einen imaginären Hut: „Ein spielstarkes Team. Sie haben sehr viel investiert, wir bekamen nur sehr wenige Chancen.“ Der Vorsprung des FC Pipinsried auf die beiden Verfolger FC Deisenhofen und TSV 1880 Wasserburg beträgt 19 Zähler. Allerdings haben die Deisenhofener erst 21 Partien ausgetragen, ihr Match bei Türkspor Augsburg wurde abgesagt. Die Wasserburger kassierten ein 0:3 in Ismaning, die dritte Niederlage in den letzten vier Spielen. Der FCP geht nun in verlängerte Winterpause. Die Trainer hatten dem Team eine Extrawoche Urlaub versprochen, wenn sie bis zum Jahresabschluss 60 Punkte sammeln.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Meistgelesen

Der zweite Spielertrainer ist die Schlüsselpersonalie beim Bayernliga-Überflieger FC Pipinsried
Der zweite Spielertrainer ist die Schlüsselpersonalie beim Bayernliga-Überflieger FC Pipinsried
Gute Laune beim Nikolauslauf
Gute Laune beim Nikolauslauf

Kommentare