Fußball

Pipinsried verliert das Aufsteigerduell

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Einmal konnte Manuel Müller (links) VfB-Keeper Michael Gurski überwinden, dessen Kollegen um Kapitän Benjamin Schmidramsl (mitte) trafen jedoch dreimal.

Pipinsried - VfB Eichstätt setzt sich in Pipinsried mit drei Toren nach der Pause durch.

Der FC Pipinsried hat das nordwest-oberbayerische Regionalliga-Derby gegen den Mit-Aufsteiger VfB Eichstätt mit 1:3 (1:0) verloren. Trotz einer frühen Führung durch Manuel Müller (3.). Markus Achatz hätte sogar nachlegen können, traf aber nur die Latte (28.). „Unser Matchplan war zwar schnell über den Haufen geworfen, aber wir haben trotzdem Ruhe bewahrt“, beschrieb VfB-Coach Markus Mattes die Lage bei den Gästen. „Wenn wir das 2:0 machen, dann gewinnen wir das Spiel“, war sich sein Pipinsrieder Kollege Fabian Hürzeler. Weitere Großchancen erarbeitete sich der Dorfklub jedoch nicht – insbesondere weil der gelb-blaue Offensivkopf, Kasim Rabihic, verletzt fehlte. Fünf Minuten nach der Pause war es soweit: VfB-Stürmer Fabian Eberle nickte eine Flanke ein (1:1, 50.). Die Domstädter waren nun im Aufwind. Hürzeler spielte ihnen in die Karten, als er sich selber auswechselte (58.). „Ich war gelb-rot gefährdet“, begründete der FCP-Spielertrainer später. Hürzeler hatte schon nach fünf Minuten den schnellen Yomi Scintu umgesenst und dafür gelb gesehen. Sowie Arbnor Segashi kurz vor der Pause wegen verbalen Nachkartens – auch er verließ in der zweiten Hälfte freiwillig das Feld. Beim 1:2 durch Jonas Fries – ein tückischer 25-Meter-Aufsetzer – machte FCP-Tormann Thomas Reichlmayr keine gute Figur (69.). Im Grunde war damit die Vorentscheidung gefallen, denn den Pipinsriedern fehlte nun ein Leitwolf mit Siegeswillen. Das 1:3 durch Florian Grau – ein Überzahl-Konter – setzte nur noch das Tüpfelchen auf das i. Die rund 50 mitgereisten VfB-Fans waren aus dem Häuschen, die FCP-Anhänger verließen enttäuscht das Stadion. Hürzeler merkte in der anschließenden Pressekonferenz bissig an, „dass wir trotz der Niederlage immer noch vor Eichstätt rangieren.“ Mattes bewies Stil und wünschte sich, „dass am Ende beide Teams über dem Strich stehen.“ Der FC Pipinsried ist nun auf Platz zwölf abgerutscht (29 Punkte), der VfB Eichstätt folgt auf Platz 13 (27), mit fünf Zählern Vorsprung auf den obersten Relegationsrang 16, den die SpVgg Greuther Fürth II einnimmt. Ob am kommenden Samstag tatsächlich die letzte Partie des Jahres gegen die U23 des 1. FC Nürnberg über die Bühne gehen kann (14 Uhr), entscheiden Petrus sowie FCP-Präsident Konrad Höß kurzfristig.

kho

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