Oberwahrenbrock weg

Zuverlässiger Keeper mit einer Vorliebe für farbenfrohe Kleidung: Tim Oberwahrenbrock hat den FC Pipinsried verlassen.
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Zuverlässiger Keeper mit einer Vorliebe für farbenfrohe Kleidung: Tim Oberwahrenbrock hat den FC Pipinsried verlassen.

FC Pipinsried sucht eine neue Nummer eins, der Keeper kehrt nach Westfalen zurück.

Der Bayernliga-Primus FC Pipinsried muss sich auf die Suche nach einem neuen Torwart machen. Die bisherige Nummer eins, Tim Oberwahrenbrock (30), hat offenbar seine Kündigung mitgeteilt. Am vergangenen Freitag verschickte der Dorfklub eine Pressemeldung, in der „private Gründe“ aufgeführt werden, die den Keeper zurück in seine westfälische Heimat zwängen. Oberwahrenbrock hat dort auch schon einen neuen Verein gefunden, den Oberligisten Hammer SV – die westfälische Oberliga entspricht der Bayernliga. Die Kicker aus der 180.000-Einwohner am Nordrand des Ruhrpotts sind Tabellenletzter mit null Punkten aus acht Partien. In Nordrhein-Westfalen durften die Vereine im Herbst vor einer begrenzten Anzahl an Zuschauern antreten. In Hamm waren 150 Zuschauer zugelassen, bei einigen Konkurrenten sogar bis zu 350 Fans.

Oberwahrenbrock war im Sommer vom westfälischen Regionalligisten TuS Haltern am See zum FCP gewechselt. Er war damals aus beruflichen Gründen nach München gezogen. Der 1,88-Meter-Mann mit dem akkuraten Scheitel stand beim FCP in vier Pflichtspielen zwischen den Pfosten und kassierte dabei fünf Gegentore. Er erwies sich als reaktionsschnell und überzeugte als Lenker seiner Hintermannschaft, hatte zuweilen aber bei hohen Bällen Probleme. Ob der Routinier indes für die Regionalliga geeignet ist, wurde im gelb-blauen Umfeld zunehmend bezweifelt.

Pipinsrieds Sportlicher Leiter Tarik Sarisakal bedauert den Weggang Oberwahrenbrocks mit den Worten: „Nur widerwillig lassen wir Tim ziehen, seine Gründe sind allerdings für uns nachvollziehbar, weshalb wir seiner Bitte um Vertragsauflösung Ende des Jahres 2020 nachgekommen sind.“ Mit Oberwahrenbrock verliere der Verein „einen erfahrenen Torwart, der sich schnell in die Mannschaft integriert hat“, fährt Sarisakal fort und wünscht dem Schlussmann „alles Gute“. Der FCP-Sportchef hat sich umgehend auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht. Sarisakal berichtet: „Aktuell laufen Gespräche mit möglichen Nachfolgern, wir werden den Kader bald wieder vervollständigen.“

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