Spielertrainer flippt aus.

Pipinsried-Spielertrainer fliegt gegen Dachau vom Platz und nimmt Schuld für 2:2 auf sich

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Spielertrainer Fabian Hürzeler kassierte im Derby gegen den TSV Dachau 1865 die Ampelkarte und musste zusehen.

Pipinsried - Fabian Hürzelers Aussetzer

Das heiß ersehnte Bayernliga-Derby zwischen dem FC Pipinsried und dem TSV Dachau 1865 gestaltete sich anders, als viele wohl erwartet hatten. 

Nach dem 2:2 (1:0) stellte sich FCP-Spielertrainer Fabian Hürzeler vor die Presse und bekannte: „Das war blöd von mir. Ich entschuldige mich bei der Mannschaft, dem Verein und den Fans.“ 

Der Grund: Der gelb-blaue Coach sah nach 32 Minuten gelb-rot. Sein Dachauer Kollege Fabian Lamotte kommentierte: „Der entscheidende Punkt des Spiels war der Platzverweis.“ Denn zu diesem Zeitpunkt lag der FCP in Führung, nach einem schnell ausgeführten Freistoß von FCP-Kapitän Stephan Thee auf seinen Kameraden Christopher Rech (1:0, 30.). Die Führung war verdient, auch wenn Dachau 1865 einen sehr guten Start erwischt und die Hausherren durch aggressives Tackling in Anfangsminuten überrascht hatte. 

Doch dann setzte sich die individuelle Klasse der Pipinsrieder bis zum 1:0 durch. Kurz darauf zückte Schiedsrichter Maximilian Riedel die Ampelkarte und schickte Hürzeler vom Feld (33). Schon nach zwölf Minuten hatte der Referee den 26-Jährigen erstmals verwarnt, wie vier weitere Spieler. Riedel wollte durchgreifen, das war klar. Dass er dabei ein besonderes Auge auf den FCP-Coach werfen würde, auch – immerhin hatte Hürzeler in der vergangenen Saison 15-mal eine bunte Karte gesehen; auch im ersten Match gegen Schwaben Augsburg war der DFB-Nachwuchstrainer verwarnt worden. Indes nach Hürzelers Herausstellung passierte auf dem Platz erst einmal wenig. Die Gastgeber zogen sich zurück, die Gäste wussten mit der Überzahl nichts anzufangen. 

Nach dem Seitenwechsel agierten die Dachauer entschlossener. Ein 16-Meter-Glücksschuss von TSV-Co-Trainer Alexander Weiser brachte den Ausgleich (1:1, 69.), ein unglücklicher Abklatscher von FCP-Keeper Johann Hipper vor die Füße von Sebastian Brey die Führung für den TSV (2:1, 74.). In der Schlussphase drehten die personell unterlegenen Pipinsrieder nochmals auf: Pablo Pigl köpfte eine Flanke von Steffen Krautschneider ins Netz (2:2, 87.). Hürzeler zeigte nach dem Match Reue: „Nach der ersten gelben Karte hätte ich vorsichtiger agieren müssen. Ohne den Platzverweis hätten wir vermutlich gewonnen.“ Niemand widersprach ihm, auch nicht der Gäste-Spielertrainer Lamotte. 

Schon am Mittwoch geht es für beide Teams weiter: Um 18.30 Uhr tritt der FCP auf dem Sportgelände des TSV 1860 München gegen dessen Zweite Mannschaft an, Der TSV Dachau 1865 ist zeitgleich beim TSV Schwaben Augsburg zu Gast. Am Samstag sind die U23-Löwen an der Dachauer Jahnstraße zu sehen (14 Uhr), während der FC Pipinsried um 16 Uhr den TSV Schwabmünchen empfängt. 

Der Dorfklub verfügt erstmals über einen Mannschaftsarzt, wie er am Montag mitteilte: Prof. Dr. med. Mirco Herbort, ein Münchner Orthopäde und Unfallchirurg.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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