Debakel nach umstrittener Karte

FC Pipinsried geht mit 0:5 gegen den TSV Buchbach unter.

Pipinsrieder Spieler diskutieren mit dem Schiedsrichter
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Da helfen auch die Erklärungsversuche des Schiedsrichters nichts (von links): Faton Dzemailji, Simon Schreiner, Nikola Jelisic, Albano Gashi und Benjamin Kauffmann.

Der FC Pipinsried ist mit einer bösen Niederlage in seine zwei Englischen Wochen gestartet. Mit 0:5 (0:2) ging die durch den Coronavirus und zahlreiche Verletzungen dezimierte Truppe von Trainer Andreas Thomas am Samstag gegen den TSV Buchbach unter.

Schiedsrichter Simon Schreiner schwächte die Gelb-Blauen zusätzlich durch eine umstrittene Ampelkarte gegen Nikola Jelisic.

Der Referee zeigte sich sie dem kickenden Co-Trainer nach 31 Minuten, weil Jelisic einen Freistoß ausführte, ohne auf Schreiners Pfiff zu warten. Die erste gelbe Karte sah der Pipinsrieder Schlüsselspieler nach 12 Minuten, nach einem Gerangel mit dem späteren Buchbacher Torschützen Thomas Winkelbauer. Der FCP-Coach beklagte später „mangelndes Fingerspitzengefühl“ des Schiedsrichters. Auch Buchbachs Trainer Andreas Bichlmeier sprach von einer „harten Entscheidung“.

Zu diesem Zeitpunkt lag der FC Pipinsried schon mit 0:2 hinten. Kurz zuvor hatte Jonas Wieselsberger den ersten Buchbacher Schuss auf das Pipinsrieder Gehäuse abgegeben, ein Volltreffer vom Strafraumeck in den oberen linken Winkel (0:1, 35.). Vier Minute später legte Winklbauer in einer ähnlichen Situation per Kopf nach (0:2, 37.). Bis dahin hatten die Pipinsrieder ihre Gäste eindeutig dominiert.

Pablo Pigl (7., 13.) und Eren Emirgan (34.) hatten die Führung auf dem Fuß. „Zu Zehnt einen 0:2-Rückstand aufzuholen, ist sicherlich schwierig, wäre aber nicht unmöglich gewesen“, beschrieb Thomas die Lage zur Halbzeit. Doch schon kurz nach dem Wiederanpfiff trafen die Buchbacher erneut. Diesmal durch ihren Kapitän Aleksandro Petrovic, der sich nach einer Flanke von rechts die Ecke per Kopf aussuchen konnte (0:3, 48.). In der Schlussphase schlugen die Gäste noch zweimal zu. Marcel Spitzer köpfte das 0:4 (85.). Christian Brucia erzielte das 0:5 (89.).

Schon am gestrigen Dienstag Abend musste der FCP sein Nachholspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim bestreiten. Die Partie war schon zweimal verschoben worden: einmal wegen der Regenfälle, die den Platz unbespielbar gemacht hatten, das andere Mal wegen der Corona-Quarantäne. Thomas hatte schon gegen B

uchbach nur 13 Feldspieler zur Verfügung gehabt. In Rosenheim musste er auf Jelisic und Jakob Zitzelsberger (fünfte gelbe Karte) verzichten.

Ob die Covid-Genesenen Serhat Imsak und Ahanna Agbowo in Rosenheim antreten konnten, war bei Drucklegung dieser Ausgabe unklar. Der Spielbericht folgt in der Wochenendausgabe der DACHAUER RUNDSCHAU.

kho

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