Zusammenschluss von FCP und TaF?

Pipinsried will Strafen vermeiden

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Pipinsrieds Vizepräsident Martin Schmidl stellte Neuerungen in der Jugendarbeit vor, eingerahmt FCP-Boss Roland Küspert (links) und dem neuen Coach des Bayernligateams, Trainer Andreas Thomas.

Pipinsried - Eine Kooperation mit TaF-Glonntal könnte mögliche Lösung sein

Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass der FC Pipinsried in der Spielzeit 2021/2022 in der Regionalliga Bayern kickt. 

Die Vierte Liga wird allerdings ein teurer Spaß. Sowohl wegen der weiten Reisen, als auch wegen eines speziellen Nachweises, den der BFV verlangt. Der Verband fordert von seinen Bayernligisten und Regionalligisten als Beweis für eine funktionierende Jugendarbeit, dass alle Viert- und Fünftligisten je ein U17-Team und ein U19-Team im Spielbetrieb angemeldet haben, unter dem eigenem Namen. Sollte ein Verein diesen Nachweis nicht liefern können, muss er in die BFV-Kasse löhnen: Ein Bayernligaklub muss 800 Euro an den BFV überweisen, ein Regionalliga-Verein sogar 3000 Euro. Dies mag der Hintergrund sein, warum FCP-Vizepräsident Martin Schmidl kürzlich beim Trainingsauftakt einige Ideen zu einem neuen Jugendkonzept präsentierte. Bis dato verfügt der FCP über keine eigene A- oder B-Jugend. Die Pipinsrieder Jugendlichen treten derzeit in einer Spielgemeinschaft (SG) mit dem TSV Altomünster, dem TSV Hilgertshausen und dem FC Tandern an. Spielgemeinschaften reichen dem BFV aber nicht aus. Mit anderen Worten: Die Pipinsrieder Verantwortlichen müssten ihre bisherigen SG-Partner überzeugen, ihre Junioren zum FCP ziehen zu lassen. 

Zumindest beim traditionsbewussten Kreisligisten TSV Altomünster scheint das kaum vorstellbar. Schon jetzt helfen zuweilen U19-Kicker bei der ersten Mannschaft aus. Sollten die Spielerpässe in Pipinsried liegen, ist das nicht mehr möglich. Hier kommt die TaF Glonntal (wieder einmal) ins Spiel – auch wenn Schmidl die Indersdorfer bei seiner Rede nicht ausdrücklich erwähnte. Eine Kooperation kam schon zu Zeiten von FCP-Gründer Konrad Höß immer mal wieder zur Sprache. Der frühere Sportchef Roman Plesche versuchte ebenfalls, ein Bündnis zu schmieden. Wenngleich ohne Erfolg. Vielleicht klappt es diesmal. Denn Schmidl stellte nicht nur Frank Lachner (42) vom FC Tandern als neuen Jugendkoordinator vor, sondern auch Robert Böttcher (29) als neuen B-Jugendtrainer. Der frühere Torwart coacht derzeit die TaF U12 und die TaF U15, letztere übrigens zusammen mit Paolo Cipolla, dem FCP-Mittelfeldwirbler, der einst bei den Talentförderern ausgebildet wurde. 

Nach Informationen der DACHAUER RUNDSCHAU fanden schon erste Gespräche der FCP-Verantwortlichen mit TaF-Chef Siegfried Frost ab. Der inzwischen 64-Jährige scheint sein Projekt an den FCP abgeben zu wollen. Der einzige Haken: Die Glonntaler verfügen ebenso wenig wie der FC Pipinsried über eigene A- und B-Junioren-Teams. Die TaF-Talente kicken in einer SG mit den Altersgenossen des TSV Indersdorf und des SV Weichs. Insofern darf die Dachauer Fußballszene gespannt sein, was in den kommenden Wochen aus dem Glonntal und dem Ilmtal zu vernehmen ist.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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