Eintracht Karlsfeld gewinnt verdient

Pöhlmann trifft doppelt - Eintracht Karlsfeld gewinnt verdient mit 3:1

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Gleich scheppert‘s: Dominik Pöhlmann schießt zum 2:0 für die Eintracht ein, ASV-Verteidiger Korbinian Beck (rechts) kann ihn nicht hindern. Links liegt Philip Lorber.

Dachau - Zu Zehnt beim Landesliga-Derby

Die Karlsfelder fielen sich um den Hals, die Dachauer schlichen mit versteinerten Mienen vom Platz. 

Mit 3:1 (2:0) hatten sich die Eintracht am vergangenen Sonntag beim ASV Dachau durchgesetzt. Vor der Pause traf Dominik Pöhlmann zweimal (7., 37.). Andre Gasteiger machte nach einem desaströsen Fehlpass von ASV-Keeper Korbinian Dietrich den Deckel drauf (3:0, 80.). Maximilian Bergner erzielte den Ehrentreffer für die Stadtwälder (3:1, 85.). ASV-Innenverteidiger Zvonimir Kulic sah kurz vor der Pause die Ampelkarte (45.+1) „Endlich haben wir bei einem Derby einmal die Nase vorne“, freute sich Eintracht-Coach Jochen Jaschke. Bei den letzten fünf Duellen hatten die Karlsfelder immer das Nachsehen gehabt. „Ein verdienter Sieg. Gerade in der ersten Halbzeit waren wir immer schneller, mit und ohne Ball“, so Jaschke weiter. Dachaus Übergangscoach Michael Kornprobst klagte: „Wir haben uns viel zu viele Fehlpässe geleistet.“ Er lobte den Gegner: „Die Karlsfelder sind uns clever angelaufen.“ 

Die Folge: Die Dachauer Schlüsselspieler Andreas Roth, Maximilian Bergner und Rückkehrer Philipp Schmidt kamen nicht zum Zug; Bergner konnte kaum Flanken schlagen. Schmidt brachte es nur auf zwei magere Kopfballversuche. Roth wiederum unterliefen so viele Ballverluste wie sonst in einem halben Dutzend Partien zusammen genommen. Ganz anders der Auftritt der Karlsfelder: Selbstbewusst, mit breiter Brust, aggressiv und spielfreudig. Andre Gasteiger zauberte, Kapitän Thomas Oswald dirigierte von hinten, Martin Schön sorgte vorne für Unruhe und Dominik Pöhlmann war immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Zum Beispiel am kurzen Pfosten per Kopf bei einer Gasteiger-Ecke von links (0:1, 7.). Der Eintracht-Flitzer schaltete auch am schnellsten, als Gasteiger einen 20-Meter-Freistoß an das ASV-Gestänge setzte (0:2, 37.). Die Dachauer Abwehr sah in diesen (und anderen Szenen) ziemlich alt aus. Als Zvonimir Kulic für ein taktisches Foul die Ampelkarte sah, war im Grunde schon klar, dass die Partie gelaufen war (45.+1). Nach der Halbzeit stellten die Karlsfelder ihre Angriffsbemühungen ein und warteten auf weitere Dachauer Fehler. Der folgenschwerste unterlief Schlussmann Dietrich, als er die Kugel unbedrängt dem Eintracht-Joker Michael Dietl in die Füße spielte. Der legte quer auf Gasteiger (0:3, 80.). Durch ein Solo verkürzte Bergner auf 1:3 (85.). Wie es beim ASV in der Trainerfrage weitergeht – eine Woche zuvor musste Steve Zepeda gehen – ist offen. „Es ist schwierig, in der jetzigen Situation einen guten Mann zu finden“, erklärte Abteilungsleiter Michael Dietrich der Dachauer Rundschau. Der ASV (16./7 Punkte) tritt am kommenden Samstag um 16 Uhr beim TuS Holzkirchen (14./10.). 

Am Sonntag empfängt der Zweite TSV Eintracht Karlsfeld den punktgleichen Tabellenführer SV Erlbach. Anpfiff: 13 Uhr.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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