Südbayerische U20-Titelkämpfe

Kappelmeier holt 400-Meter-Krone

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Nun auch im Langsprint Spitze: Quirin Kappelmeier.

München/Landkreis - Eigentlich läuft Quirin Kappelmeier gerne über Hindernisse und das sehr gut. Doch bei den südbayerischen U20-Titelkämpfen hat er gezeigt, das er noch mehr kann.

Eigentlich ist Quirin Kappelmeier (LG Kreis Dachau) ein Mittelstrecken-Experte; seine besondere Spezialität sind die Hindernis-Rennen. Bei den südbayerischen U20-Titelkämpfen hat der 18-Jährige indes über die 400 Meter zugeschlagen. Es war ein harter Kampf, den der Karlsfelder in der Werner-von-Linde-Halle bestehen musste: In seinem Zeitrennen hatte er es mit zwei Sprint-Meistern zu tun, den beiden Unterfranken Christopher Löffelmann (1. FC Schweinfurt 1905) und Phillip Finsterwalder (LG Karlstadt). Löffelmann drängte in der Schlusskurve nach innen, Kappelmeier wäre fast von der Bahn gedrängt worden. Eine klare Unsportlichkeit, wertete das Kampfgericht hinterher; der Schweinfurter wurde disqualifiziert. So gewann der Karlsfelder in 51,05 Sekunden vor dem Karlstädter in 51,13 Sekunden. Alle anderen Zeitläufe waren deutlich langsamer. Kappelmeiers Teamkamerad Martin Schneider gewann innerhalb und außerhalb der Halle zwei Bronzemedaillen.

Abenteuerliches Diskuswerfen

Draußen, beim Diskuswurf, waren die Bedingungen abenteuerlich wegen des Schneetreibens und eines rutschigen Rings. Dennoch schleuderte der 17-Jährige, der in diesem Jahr erstmals bei den U20-Junioren antritt, den 1,75-Kilogramm-Diskus auf 39,02 Meter – weiter als jeder andere seines Jahrgangs. Gold und Silber gingen an zwei Ältere: an Lukas Koller (TSV 1880 Wasserburg) für 50,55 Meter und Ruben Mayer (LG Sempt) für 40,93 Meter.

Kugelstoßen in der Halle

Zum Kugelstoßen durften die Athleten unter das schützende Hallendach. Erneut wurde Schneider Dritter, dank eines 14,17-Meter-Stoßes im fünften Versuch. Der ein Jahr ältere Valentin Döbler (LG Stadtwerke München) gewann mit 18,04 Metern. Florian Kupsch, ein weiterer Karlsfelder, belegte in seiner Altersklasse U18 einen guten siebten Rang im Diskuswurf: Sein bester Versuch landete bei 31,14 Metern. Die erst 13-jährige Maxime Kirschner (LG Kreis Dachau) trat außer Konkurrenz bei den U18-Speerwerferinnen an und erzielte gleich einen neuen Vereinsrekord mit 27,31 Metern.

 kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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