Rabenschwarzes Osterwochenende für den ASV Dachau

Ein schwarzes Osterwochenende hat der ASV Dachau hinter sich – hier hat Sebastian Mack (links) eine schmerzhafte Begegnung mit Feldmochings Robert Leidenberger.
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Ein schwarzes Osterwochenende hat der ASV Dachau hinter sich – hier hat Sebastian Mack (links) eine schmerzhafte Begegnung mit Feldmochings Robert Leidenberger.

 Der ASV Dachau muss nach dem Osterwochenende um die Bezirksliga-Meisterschaft bangen. Am Karsamstag trennten sich die Stadtwälder mit einem torlosen Unentschieden vom Dritten SpVgg Feldmoching. 48 Stunden später gingen sie gegen den abstiegsbedrohten TSV Rohrbach sogar mit 0:2 (0:1) baden.

Da der schärfste ASV-Konkurrent TSV Jetzendorf sich am Samstag mit 3:2 gegen den SV Manching durchsetzte, stehen beide Vereine nun punktgleich an der Tabellenspitze. Allerdings hat das Team vom Gröbenbach noch ein Nachholspiel mehr als die Ilmtaler auszutragen. Der ASV war am Samstag mit hohen Erwartungen in das Nachbarschaftsduell mit den Feldmochingern gegangen. Allerdings fehlte außer dem weiterhin verletzten Maximilian Berger (Oberschenkelblessur) auch Mittelfeldmann Leon Schleich, der sich in dieser Saison zu einem wichtigen strategischen Kopf der Mannschaft von Manuel Haupt entwickelt hat.

Wichtiger noch war jedoch das beherzte Auftreten der Gäste aus dem Münchner Norden: Sie gingen die Hausherren aggressiv in deren eigener Hälfte an und unterbanden deren geordneten Spielaufbau. Der erste Aufreger ereignete sich daher vor dem ASV-Kasten, den diesmal Artem Bykanov für den erkrankten Korbinian Dietrich hütete. Bei einem weiten Ball stellte der Feldmochinger Mehmet Köse dem ASV-Innenverteidiger Dimitrios Papadopoulos ein Bein, möglicherweise unabsichtlich. Cihan Öztürk ging alleine auf Bykanov zu, der ihm aber sensationell den Ball vom Fuß spitzelte (13.). Die Feldmochinger reklamierten Strafstoß, der nicht immer sichere Schiedsrichter David Feistauer winkte aber ab. Bis zur Pause egalisierten sich die Teams, danach erhöhten die Hausherren den Druck. Miridon Rexhepi (58.) und zweimal Christoph Krüger (75. und 90.) hatten den Sieg auf dem Fuße. In der Nachspielzeit sah zu allem Überfluss Routinier Michael Kornprobst rot (90.+3.).

So fuhr Manuel Haupt nur mit zwei Auswechselspielern am Ostermontag nach Rohrbach. Sicherheitshalber hatte der 41-Jährige auch noch seine eigenen Schlappen eingepackt. Die Holledauer waren mindestens so motiviert und mutig wie die Feldmochinger. Die müden Stadtwälder hatten von Anfang an Probleme. Der blitzschnelle TSV-Torjäger Oliver Duchale nutzte einen Fehler im ASV-Aufbauspiel aus und zog aus 20 Metern ab (1:0, 22.). Die Rohrbacher taten nun, was sie am besten können. Hinten stehen und auf Fehler des Gegners warten. Der kam kurz vor Schluss: Hannes Frank tauchte allein vor Bykanov auf und ließ im keine Chance (2:0, 83.). Die Stadtwälder haben bis Samstag Zeit, im ihre Wunden zu lecken. Um 13 Uhr ist der FC Schwabing im Sepp-Helfer-Stadion zu Gast.

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