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Ehrenwertes Ergebnis

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Bärenstark, aber mit Pech am Fuß: Luis Grassow © Kramer

Pipinsried - Pipinsried verkauft sich beim 0:3 bei den Löwen achtbar.

Für den Regionalliga-Novizen FC Pipinsried war beim Überflieger der Liga, dem TSV 1860 München, nichts zu holen: Mit 3:0 (2:0) setzten sich die Löwen im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße durch. Der Dorfklub konnte zufrieden sein, sich ehrenwert aus der Affäre gezogen zu haben. Dennoch überwog beim (gesperrten) Spielertrainer Fabian Hürzeler und Vereinsmanager Roman Plesche hinterher die Enttäuschung. Hürzeler sprach von einem „bitteren Abend“, Plesche beklagte die „eigenen Fehler“. Insbesondere bei den ersten beiden Treffern. Schon nach 64 Sekunden lag das Leder im Pipinsrieder Netz: Philipp Steinhart schlug von links eine Ecke, der ungedeckte Nico Andermatt nickte aus sechs Metern problemlos ein (1:0, 2.). Die Gäste wirkten die folgenden zehn Minuten wie ein Hühnerhaufen, jeder ruhende Ball versetzte sie in Panik. Doch das Team fing sich wieder. Hürzeler-Vertreter Kasim Rabihic stürmte gar allein auf TSV-Tormann Marco Hiller zu, wurde aber von Aaron Berzel per Trikotzupfer gebremst (15.). Dann der zweite Nackenschlag. Steinhart schlenzte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den FCP-Strafraum, Emre Arik verlor das Kopfballduell mit Löwenkapitän Jan Mauersberger. Dessen Kopfball bugsierte der ansonsten bärenstarke Luis Grassow ins eigene Tor (0:2, 32.). Pipinsrieds beste Gelegenheit bot sich dem Ex-Löwen Christoph Burkhard nach einer Kopfballablage von Manuel Müller: Hiller lenkte Burkhards 25-Meter-Geschoss gerade noch über die Latte (34.). Auf der anderen Seite hatte Sascha Mölders hatte das 3:0 kurz vor der Pause auf dem Fuße (39.). Nach dem Seitenwechsel taten die Löwen nur noch das Nötigste. Mit dem 3:0 durch Nico Karger war endgültig alles klar (66.). Auffälligster Akteur bei den Pipinsriedern war zweifelsohne der frühere Profi Burkhard: Er blühte in der Löwen-Atmosphäre regelrecht auf – im Gegensatz zu einigen Kollegen, die von der Kulisse beeindruckt schienen. Hürzeler und Plesche mögen zwar enttäuscht gewesen sein, doch für den Klub und seine Anhänger war der Abend ein großartiges Erlebnis – wie auch der absente FCP-Präsident Konrad Höß später bestätigte. Er hatte die Partie live im TV verfolgt, eine Premiere für seinen Klub: „Ein Traum! Das Ergebnis ist zweitrangig.“

kho

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