Vom Herbstnebel in den Spätsommer

Rund 630 Läufer nehmen am Karlsfelder Seelauf teil – so viele wie noch nie.

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Erst im Nebel, dann im Sonnenschein um den Karlsfelder See unterwegs: der Halbmarathonsieger Michael Harlacher (links), rechts der Fünf-Kilometer-Teilnehmer Lukas Reichl.
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Karlsfeld - Vom Herbstnebel in den Spätsommer

Seltsame Stimmen hallten am Sonntag morgen um kurz nach acht Uhr über den Karlsfelder See. 

Zu sehen war niemand, denn um diese Zeit lag dichter Nebel über ganz Karlsfeld (und weite Teile der Region). Die beiden Ansager des 42. Karlsfelder Seelaufs, Quirin Kappelmeier und Martin Schneider, die im Stadion für Stimmung sorgten, waren rund um den See dennoch gut zu vernehmen. Ebenso wie der Startschuss zum Halbmarathon um Punkt neun Uhr. Wenige Minuten später tauchten die ersten Läufer auf – und wirkten ein bisschen wie Gorillas im Herbstnebel, allerdings deutlich schlanker. Der Erste war und blieb der Odelzhauser Michael Harlacher (LC Aichach), der die 21,1 Kilometer rund um den See und durch die Kleingärten zu einer Standortbestimmung seiner Marathonform nutzte: In zwei Wochen tritt er in Berlin an, als Tempomacher für seine Freundin Hannah Sassnink – die schnellste Frau in Karlsfeld über die zehn Kilometer in 38:41 Minuten). In vier Wochen will es Harlacher selber beim München-Marathon wissen. Als der Blondschopf nach 1:15:40 Stunden durch den Zielbogen im Stadion joggte, strahlte die Spätsommersonne über Karlsfeld. So wie auch Harlacher, der im vergangenen Jahr Platz zwei belegt hatte: „Es war toll zu laufen heute, ich war sehr locker unterwegs.“ Als Zweiter kam der Vorjahressieger, der Münchner Ultradistanzen-Spezialist Michael Chromik (1:18:05) an. 

Fünfter wurde zweitschnellste Landkreis-Athlet, Joachim Lingnau (SV Dachau, 1:19:28), Siebter der Dachauer Alexander Fuchs (LG Kreis Dachau, 1:20:55) ein: „Das waren optimale Bedingungen heute“, lobte der ASV-Läufer, „die Strecke ist eh eine der schönsten weit und breit.“ Als schnellste Frau erwies sich die Echingerin Julia Stern (1:25:08), die zuletzt 2016 in Karlsfeld gewonnen hatte. Silber ging an die Schweizer Marathonläuferin Daniela Tarnutzer (1:25:34), Bronze an die Münchner Lagenschwimmerin Dajana Schlegel (SG SWM, 1:35:49). Die inoffizielle Landkreiswertung gewann als Fünfte Helena Selig (Dachau 1865; 1:44:24). Als 13. lief Marion Dasecke (RF Forice Dachau, 1:48:12) ein. Über die fünf Kilometer, die um 9.30 Uhr angeschossen wurden, legte Simon Ginder (LC Buchendorf) – ein Dauergast beim Karlsfelder Läufercup – einen Start-Ziel-Sieg in flotten 16:47 Minuten hin. Der Jetzendorfer Thomas Mittag kommt langsam ins Rollen und wurde Vierter in 18:17Minuten. Im Ziel gestand er: „Ich merke noch den Friedberger Halbmarathon der letzten Woche in den Knochen“. Direkt hinter ihm kam der junge Lokalmatador Jonas Schöneborn (18:22) an. Schnellste Frau über die Kurzdistanz war die Gilchingerin Katka Paproncova (18:42). Die junge Asbacherin Séraphine-Léonie Optenhoevel wurde starke Sechste (21:26). 

Über die Zehn-Kilometer-Distanz hatte mit Rene Manthee ein weiterer Echinger die Nase vorne (34:30). Martin Böller (SG Indersdorf) joggte als 13. durch den Zielbogen (40:27). Muriel-Alizée Optenhoevel wurde 19. (54:44), knapp vor Iris Neumaier (Soli Dachau, 54:46). Mit 560 Erwachsenen und 66 Kindern, die das 999-Meter-Nachwuchsrennen bestritten, ein neuer Teilnehmerrekord. Daher strahlten im Stadion nicht nur die Sonne und die Aktiven, sondern auch die Organisatoren der Karlsfelder Leichtathletik-Abteilung. 

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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