Landesliga Südost

ASV baut Frust ab

+
Torhungrig bis zum Abpfiff: ASV-Linksfuß Stefan Vötter (links), hier begleitet vom späteren Rotsünder Christopher Scott.

Dachau - Die Stadtwälder veranstalten 5:0-Schützenfest gegen den FC Töging.  Vor allem zuletzt in der Kritik gestandene Spieler entscheiden die Partie.

Der Frust nach dem Sparkassenpokalfinale saß wohl tief bei den Landesliga-Kickern des ASV Dachau: Selten hat man die Blau-Weißen in dieser Saison so entschlossen zu Werke gehen sehen, wie beim 5:0 (3:0) gegen den FC Töging.

Unangenehmer Gegner aus Töging

Obwohl sich die Südost-Bayern mit Haut und Haaren wehrten – schließlich kämpfen sie noch um ihren Klassenerhalt. Die Gäste setzten auf Konter, das Heimteam machte von Anfang an die Partie. Dass ausgerechnet Philipp Schmidt als Erster einnetzte, wirkte wie eine Befreiung (1:0, 26.). Der lange Mittelstürmer war ob seiner mangelhaften Chancenverwertung zuletzt bei einigen Fans in die Kritik geraten.

Lob vom Trainer für Schmidt

Coach Frank Peuker streichelte seinem Sturmführer die Seele: „Philipps frühes Tor hat uns allen gut getan.“ Damit nicht genug: Der frühere Feldmochinger legte umgehend mit einem Drehschuss aus 14 Metern nach (2:0, 36.). Und mit Stefan Vötters 3:0 (44.) – ein Kopfball aus kurzer Distanz – war die Partie im Prinzip schon entschieden. Zumal sich die Gäste noch vor dem Pausenpfiff selber schwächten, als ihr Mittelfeldmann Christopher Scott dem ASV-Rechtsaußen Lukas Schmitt an der Mittellinie in die Füße sprang und dafür den roten Karton sah (45.+1).

Spiel entschied sich im Mittelfeld

Was bei allen Dachauer Treffern auffiel: Zumeist gingen Balleroberungen im Mittelfeld voraus (oft durch Bergmann, Rieger, Schmitt oder Schwindl) mit anschließenden blitzschnellen Diagonal-Kombinationen über zwei bis drei Stationen – ein Markenzeichen des ASV in dieser Spielzeit. Gegen Töging krönten die Peuker-Schützlinge ihre elegante spielerische Linie endlich auch mit Treffern.

ASV hat der Torhunger gepackt

Selbst als es nach dem Seitenwechsel wie aus Kübeln goss. Schmidt und Vötter waren weiterhin hungrig; der lange Goalgetter schlug erneut zu, nach einem cleveren Rieger-Pass in den freien Raum (4:0, 60.). Dann durfte auch der junge David Dworsky jubeln, nachdem ihm Schmidt und Delpy mustergültig aufgelegt hatten (5:0, 80.).

Platz 5 der Landesliga kann noch erreicht werden

Peuker meinte hinterher mit einem Augenzwinkern: „Heute zwei Tore weniger und dafür am letzten Mittwoch zwei mehr – das wäre nicht schlecht gewesen.“ Doch auch so kann der Coach zufrieden sein: Vor dem abschließenden Spieltag belegt der ASV Dachau einen sehr guten sechsten Rang in der Landesliga Südost. Bei einem Sieg in Landshut am kommenden Samstag (14 Uhr) ist sogar noch Platz fünf möglich.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

Auch interessant:

Kommentare