Starker TSV 1865 verlangten TSV 1860 im Toto-Pokal alles ab

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Der TSV Dachau 1865 um Kapitän Maximilian Mayer trotzdem TSV 1860 München über 90 Minuten und zwang den Drittligisten ins Elfmeterschießen.

Dachau - 90 Minuten Vollgas, Fokus, Leidenschaft

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, erklärte TSV 1865-Teammanager Ugur Alkan im Vorfeld des Toto-Pokal Achtelfinals. Mit einer 5:0-Klatsche in der Bayernliga im Rücken hatte das „Team65“ dem ein oder anderen treuen Fan die Euphorie genommen, dennoch wussten alle: würde das Team eine ähnliche Leistung wie gegen den TSV Buchbach in der 2. Hauptrunde abrufen, hätte man auch gegen den TSV 1860 München eine Chance. 

Die erste Szene des Spiels sollte 65-Flügelflitzer Sebastian Brey gehören, der nach einer Ecke des TSV 1860 den Ball geschickt abschirmte und sich in Richtung Löwen-Tor aufmachte. Rüde wurde er von 1860-Spieler Kristian Böhnlein gestoppt. Der Schiedsrichter bestrafte das taktische Foul sofort mit einer gelben Karte. Der TSV 1860 dominierte das Spiel in der Folge, ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen, während sich die Lamotte-Elf auf die Defensivarbeit konzentrierte und über das Mittelfeld (Weiss, Ceker, Kikuchi und Brey) und die Stürmer (Maric und Volland) Nadelstiche nach vorne setzte. In der 22. Minute war es dann Markus Ziereis, der zur ersten richtigen Torchance kam. Eine Flanke von Stefan Lex konnte er aber mit dem Kopf nicht mehr platzieren – kein Problem für 65-Keeper Maximilian Mayer. Kurz darauf die nächste Großchance der Löwen: eine abgefälschte Flanke brachte Noel Niemann nicht im leeren Tor unter. Noch zwei Mal sollten die Löwen in Halbzeit Eins zu gefährlichen Torchancen kommen. Doch gegen das „Team65“ war an diesem Tag einfach kein Durchkommen. Zweimal kratzten die 65er den Ball von der Linie, Mayer zeigte klasse Paraden und hielt seinen Kasten sauber. Die offensichtliche Strategie von 65-Spielertrainer Lamotte ging voll auf. Mit gekonntem Umschaltspiel erarbeitete sich sein Team immer wieder kurze Entlastungsphasen und zeigte Minute für Minute Kampfgeist, Laufbereitschaft und Leidenschaft. Ein Teilerfolg: mit 0:0 ging es in die Pause. 

In der zweiten Halbzeit zeigte sich das gleiche Bild. Dachau mit starken Zweikämpfen. 1860 bemüht, doch ohne Durchschlagskraft. Auch die Einwechslungen von Timo Gebhart und Sascha Mölders brachten den Löwen innerhalb der regulären 90 Minuten kein Erfolgserlebnis ein. Der TSV Dachau trotzte dem Drittligisten ein Unentschieden ab und bewies, dass man gegen höherklassige Mannschaften mithalten kann. Nach 90 Minuten ging es ins Elfmeterschießen. Die ersten fünf Elfmeter wurden von beiden Teams souverän verwandelt. Für den TSV Dachau traten Weiss, Volland, Höckendorff, Grotz und Maric an. 

Bei letzterem blieb allen 65-Fans wohl kurz das Herz stehen. Unglaublich lässig chippte Maric gegen 1860-Keeper Hiller den Ball ins Tor. Anschließend gingen die Löwen durch Böhnlein erneut in Führung. Dann schritt Sebastian Brey an den Elfmeterpunkt und wie ihm bereits die erste Szene dieses Spiels gehört hatte, so sollte ihm – leider – auch die Letzte gehören. Ein Raunen ging durch das Stadion, als er den Ball über den Querbalken jagte. Ein großes Fußballfest, das für einen Spieler des „Team65“ ganz bitter endete.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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