TSV Eintracht Karlsfeld lässt beim 3:1 in Kastl nichts anbrennen

Michael Dietl, hier im Kopfballduell mit Kastls Philipp Grothe.
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Immer ein bisschen schneller, höher und cleverer: Michael Dietl, hier im Kopfballduell mit Kastls Philipp Grothe.

Der TSV Eintracht Karlsfeld hat seine Chance auf einen Topplatz vor der Winterpause durch einen überzeugenden Auftritt beim TSV Kastl gewahrt. Die Crew des Trainerduos Jochen Jaschke und Sebastian Stangl setzte sich bei den Ostbayern mit 3:1 (2:1) durch.

Eine der Schlüsselfiguren war einmal mehr Torjäger Michael Dietl, der mit seinen 31 Jahren so stark wie selten in seiner langen Karriere ist. Beim Elfmeter zum 1:0 verlud er cool Kastls Keeper Fabian Traube (17.). Zuvor hatte Kastls Kapitän Michael Göppinger Dietls kongenialen Sturmpartner Leon Ritter mit einem kräftigem Tritt am Abschluss gehindert. Dietl war auch an den anderen beiden Toren beteiligt. Das 2:1 nahm seinen Ausgang beim energischen Linksverteidiger Jonas Eicher, der Dietl nach einer Balleroberung anspielte. Der Goalgetter sah Ritter rechts starten und passte in dessen Lauf. Der 21-Jährige ließ sich die Chance nicht nehmen (46.). Der dritte Treffer war der schönste des Tages. Dietl schickte Ritter wieder rechts, der sprintete zur Grundlinie und passte scharf nach Innen: Der mitgelaufene Tim Duchale musste nur noch den Fuß hinhalten (3:1, 66.).

Klingt wie ein einfacher Sieg, war aber ein Stück Arbeit. Nicht umsonst hatte Jaschke vorab vor dem „unangenehmen Gegner“ gewarnt. Tatsächlich entwickelte sich in der ersten Hälfte ein spannender Schlagabtausch. Die Hausherren standen hoch und wollten einen schnellen Treffer. Nach einem weiten Abwurf von Eintracht-Schlussmann Dominik Krüger hatte indes Dominik Schäffer schon nach neun Minuten die Führung auf dem Schlappen: Traube konnte Schäffers Schuss gerade noch ablenken (9.). Dietls Elfmetertreffer nahm den Gastgebern etwas den Wind aus den Segeln. Aber nicht lange: Göppinger feuerte einen gefährlichen 20-Meter-Freistoß ab, Krüger war jedoch zur Stelle (29.). Dann musste Karlsfelds Abwehrchef Kilian Cuni in letzter Sekunde vor Timo Pagler retten (30.). Schließlich prüfte Kastls „Zehner“ Dominik Spindler den Karlsfelder Torwart aus 22 Metern (34.). Der Ausgleich lag in der Luft. Alois Straßer markierte ihn nach einem Durcheinander im Eintracht-Strafraum (1:1, 44.). Dass der Referee den Eintracht Innenverteidiger Ivan Ivanovic als Eigentorschütze eintrug, war vielleicht formal korrekt, aber dennoch ungerecht. Dass es ausgerechnet Ivanovics angeschossenes Bein war, das den Ball ein bisschen ablenkte, war einfach Pech.

Der Blitzstart in die zweite Hälfe durch Ritters 2:1-Treffer zog den Kastlern den Stecker. Nach Duchales 3:1 war die Sache endgültig klar. Der TSV liefert sich mit dem FC Unterföhring (beide 44 Punkte) weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Duell um den zweiten Platz hinter dem SV Erlbach (48, 1 Spiel weniger). Am Samstag wird es spannend, denn dann sind die Erlbacher in Karlsfeld zu Gast (13 Uhr).

kho

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