Blamage gegen Schlusslicht

TSV Eintracht Karlsfeld verliert mit 0:1 gegen den FC Töging 

Vergab eine der wenigen Karlsfelder Großchancen gegen Töging: Florian Schrattenecker.
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Vergab eine der wenigen Karlsfelder Großchancen gegen Töging: Florian Schrattenecker.

 Ein Heimspiel zu verlieren ist keine Seltenheit. Vor allem nicht im Saisonendspurt, wenn es für eine Mannschaft um nichts mehr geht, die andere aber um den Klassenerhalt geht. So lässt sich die Situation der Partie zwischen dem Landesliga-Vierten TSV Eintracht Karlsfeld und dem bisherigen Schlusslicht FC Töging beschreiben, dass die Kicker vom Inn mit 0:1 (0:1) für sich entschieden.

Der junge Berat Uzun hatte das einzige Tor erzielt, nach einem Einwurf an der Mittellinie. Ein Töginger düpierte Ivan Ivanovic kurz vor dem Strafraum und legte quer auf den ungedeckten Uzun (17.) Typisch für die Art und Weise, wie die Weiß-Blauen die Partie vergeigten, war blamabel.

„Die Mannschaft war tot, die Leistung blamabel“, kritisierte Jochen Jaschke hinterher, neben Sebastian Stangl der Chefcoach der Karlsfelder. „Bei einigen jungen Spielern passen Anspruch und Wirklichkeit nicht zusammen“, lautet sein harsches Urteil. Stangl und er hatten sich vorgenommen, in der Frühjahrsrunde weitere Eintracht-Talente an die Landesliga-Luft zu gewöhnen. So wie das in den vergangenen Jahren vorbildlich gelungen ist. Am Samstag schien jedoch die Mischung nicht zu passen. Es fehlten einfach zu viele Führungsspieler. Fabian Schäffer sitzt seine Rotsperre (zwei Spiele, der BFV-Ankläger hatte sechs gefordert) für seinen Schubser in Landshut ab (wir berichteten), Pascal Sattelberger muss derzeit samstags arbeiten, Fitim Raqi, Marco Juric und Thomas Ettenberger waren angeschlagen oder krank, ebenso Goalgetter Leon Ritter und Abwehrchef Kilian Cuni.

Die Eintracht hatte zwar viel mehr Ballbesitz als die Gäste, doch gefährliche Situationen vor dem Töginger Tor blieben Mangelware. Dominik Pöhlmann setzte die Kugel immerhin ans Außennetz (24.). Florian Schrattenecker verzog das Leder nach einem cleveren Freistoßtrick von Michael Dietl (44.). „Den muss er machen“, ärgerte sich ein Eintracht-Betreuer in der Pause.Gleiches gilt für Routinier Michael Dietl, der alleine auf den Töginger Kasten losging, aber zu ungenau zielte (61.). Als der Schiedsrichter endlich abpfiff, waren wohl alle froh. Von den Gästen abgesehen, die sich auf den vorletzten Platz verbesserten. „Es wäre schade, wenn wir die tolle Zeit, die wir hier in den letzten Jahren hatten, mit solchen Spielen beenden müssten“, meinte Jaschke zur Dachauer Rundschau. Er und Stangl hören nach dieser Saison auf. Am kommenden Samstag tritt ihr Team beim Neunten SSV Eggenfelden an (16 Uhr).

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