Fußball bei 36 Grad

Unentschieden bei tropischer Hitze

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Neuzugang Torjäger: Pipinsrieds Peter Guinari (links) im Duell mit Karlsfelds Martin Schön (rechts).

Karlsfeld/Pipinsried - Eintracht Karlsfeld und Pipinsried trennen sich mit 2:2

Das erste Testspiel-Wochenende nach der fünfmonatigen Corona-Pause brachte gleich einen Kracher: das Landkreis-Derby zwischen dem Landesliga-Spitzenreiter TSV Eintracht Karlsfeld und dem Bayernliga-Primus FC Pipinsried im Stadion an der Karlsfelder Jahnstraße. 

Einziger Haken: Zuschauer waren nicht zugelassen – nur einige Vereinsfunktionäre sahen daher das 2:2 (1:1). Die Hausherren Karlsfeld gingen zweimal in Führung: durch Dominik Pöhlmann (1:0, 30.) und Martin Schön (2:1, 75.). Steffen Krautschneider (1:1, 34.) und Benjamin Kauffmann (2:2, 87.) glichen für Gäste jeweils aus. Ein zweites Manko: Trotz Spielbeginn um 10.30 Uhr waren die Temperaturen tropisch, insbesondere in der zweiten Hälfte. Die Rollen waren klar verteilt: Die Karlsfelder verschoben ihre 3-5-2-Reihen klug hinter der Mittellinie, die Pipinsrieder suchten in gleicher Grundaufstellung nach Lücken. Keine einfache Angelegenheit, auch nicht für die drei neuen Feldspieler, die in Gelb-Blau begannen. Der frühere Junglöwe Peter Guinari machte seine Sache in der Dreier-Kette gut. Der Ex-Karlsfelder Andre Gasteiger musste dabei den Rechtsaußen geben – Pech für ihn, dass seine neuen Kameraden ihre Angriffe vornehmlich über links (mit Steffen Krautschneider) und durch die Mitte (mit Daniel Leugner) inszenierten. Der frühere Jetzendorfer Rene Hamann zeigte ein kluges Stellungsspiel und schaltete sich in einige Offensivaktionen ein, defensiv hatte er indes Probleme. Etwa vor dem 1:0, als er Burkibar Cisse nicht halten konnte. Der ansonsten sehr souveräne FCP-Schlussmann Tim Oberwahrenbrock konnte zwar einen Schuss von Marko Juric mit dem Fuß abwehren, gegen den Nachschuss von Dominik Pöhlmann war er jedoch machtlos (1:0, 30.). Ein weiter Ball auf Krautschneider führte zum Ausgleich – der Linksaußen umkurvte Karlsfelds Nummer Zwei Fabian Müske und schob die in den leeren Kasten (1:1, 34.). Die Eintracht brachte nach der Pause elf frische Kräfte, darunter Torjäger Martin Schön. Die Pipinsrieder konnten nur fünf Kicker einwechseln. Schön war es auch, der die Gäste-Defensive immer wieder in Verlegenheit stürzte. So war es logisch, dass der 25-Jährige den zweiten Treffer markierte. „Ich hab mir den Ball hinten geholt und mich irgendwie durch drei Pipinsrieder durchgewurschtelt“, erzählte Schön hinterher mit einem lausbübischem Grinsen. Angesichts der Spielanteile und der überragenden Klasse von Kickern wie Krautschneider, Leugner oder auch Pablo Pigl war das Remis mehr als gerecht. Benjamin Kauffmann erzielte es mit einem 18-Meter-Hammer, der genau neben dem rechten Innenpfosten einschlug (2:2, 87.). Zumal Marvin Jike (69.) und Alexander Langen (77.) zweimal am überragenden TSV-Stammkeeper Dominik Krüger scheiterten. 

Der neue Pipinsrieder Coach Andreas Thomas war mit dem Auftreten seiner Jungs nicht zufrieden, meinte aber diplomatisch: „Es war ein Erkenntnis-reiches Spiel.“ Sein Gegenüber Jochen Jaschke hatte keinerlei Grund zu klagen: „Wir haben sehr gut unsere Ordnung gehalten, auch mit den fünf A-Jugendlichen, die wir einsetzten.“

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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