Die Karlsfelder U14-Mehrkämpferin ist Oberbayerns beste

Viviane Herrn aus Karlsfeld holt Goldmedaille

 Hannah Sassnink
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Sieg in Aindling wie in Vor-Corona-Zeiten: Hannah Sassnink.

Es war der erste Blockmehrkampf, den die Karlsfelder Nachwuchsleichtathletin Viviane Herrn am vergangenen Wochenende in Emmering bestritten hatte – und schon ist sie Oberbayerische Meisterin. Das Eintracht-Talent trat im Block „Sprint/Sprung“ an. Er besteht aus einem 75-Meter-Sprint, 60 Meter Hürden, Weitsprung, Hochsprung und Speerwurf.

Sie startete mit einem Sprung über eine Lattenhöhe von 1,40 Meter in den Wettkampf, Platz sechs im Gesamtranking. „Ganz gut“, lobt ihr Eintracht-Trainer Peter Oberbauer. Viviane Herrns Bestleistung liegt bei 1,46 Meter.

Der Hürdenlauf lief ungewöhnlich ab. „Viviane hat die Hürden quasi rasiert“, schmunzelt der Coach und erläutert: „Dabei war es ihr erster Hürdenlauf überhaupt.“ Die Athletin brauchte nur 10,22 Sekunden – die beste Zeit aller Teilnehmerinnen! Mehr noch: Viviane Herrn unterbot mit der Zeit einen 21 Jahre alten Vereinsrekord des TSV Eintracht Karlsfeld. Beim Weitsprung hatte sie mit dem Wind und unterschiedlichen Anläufen zu kämpfen: Dafür waren 4,59 Meter noch ganz gut – allerdings ist Viviane Herrn heuer schon 4,80 Meter weit gesprungen.

Über 75 Meter zeigte sie, was in ihr steckt: 10,00 Sekunden. Die mit Abstand schnellste Zeit des Tages, eine halbe Sekunde schneller als die Zweite und zudem ein weiterer Vereinsrekord. Nun war das Eintracht-Talent auf der Siegerstraße. Zumal sie mit dem Speer gleich eine Weite von 24,90 Meter folgen ließ, immerhin Platz vier in der Disziplinwertung.

Ihre Leistungen addierten sich auf starke 2480 Punkte, der Oberbayerische Meistertitel war der Lohn und ein weiterer Vereinsrekord. Die Zweite Chiara Wildner (FC Aschheim) hatte 17 Punkte Rückstand.

Klar, dass sich Viviane Herrn bei der Siegerehrung mächtig freute, genauso wie ihr Trainer Peter Oberbauer.

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