Der ASV DAchau vergibt zu viele Chancen.

Der ASV zeigt uu wenig Biss im Abstiegskampf

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Eine der vielen Chancen des ASV Dachau: Mathias Leiber (blaues Dress), der später rot sah, springt fast so hoch wie Landshuts Torwart Johannes Huber.

Dachau - Die Stadtwälder unterliegen Landshut mit 0:1 und verlieren Leiber durch eine Rote Karte.

„Das sah heute aus wie Fünfter gegen Achter“, beschrieb ASV-Coach Bernhard Ahammer die 90 Minuten gegen die SpVgg Landshut, die der Gast aus Niederbayern mit 0:1 (0:0) für sich entschied. 

Ahammers Aussage war nicht als Kompliment gemeint, beide Teams dümpeln seit Wochen im Landesligakeller herum. Der neue Trainer, der seit rund einem Monat im Amt ist, legt nach: „Das war die schlechteste Leistung der letzten Wochen.“ Seiner Mannschaft habe der Biss gefehlt. Mag sein, dass die Sätze nicht nur analytisch, sondern auch pädagogisch gemeint sind. Denn seine Elf ging durchaus engagiert in die Partie: Schon nach fünf Minuten zog Timo Aumayer das erste Mal auf den Landshuter Kasten ab, nach einer Viertelstunde fasste sich Sebastian Mack ein Herz – sein Dropkick zischte einen knappen Meter über die Querlatte. Das Pech blieb den Stadtwäldern treu, als Mathias Leiber einen Kopfball knapp verpasste (17.) und Aumayer einen Abpraller an den Pfosten setzte (19.). 

Auf der anderen Seite tat sich nichts, nicht zuletzt weil die Gäste einige Verletzte durch U19-Kicker ersetzen mussten. Den Dachauern war ihre Verunsicherung ebenfalls anzumerken, zumal Ahammer anfänglich auf Hoffnungsträger Philipp Schmidt verzichten musste – der lange Mittelstürmer litt an den Nachfolgen einer Infektion und kam erst nach 56 Minuten zum Einsatz. Dennoch hätten die Hausherren zur Halbzeit führen müssen. Aumayer und Miridon Rexhepi scheiterten indes unmittelbar vor dem Pausenpfiff am starken „Spiele“-Schlussmann Johannes Huber. Den Gästen genügte ein sauber gespielter Angriff zum Dreier. Eine Flanke des eingewechselten Rafael Jorge fand Torjäger Florentin Seferi, der aus vier Metern ASV-Schlussmann Korbinian Dietrich keine Chance ließ (0:1, 77.). Zu allem Überfluss sah Leiber nach einer unglücklichen Grätsche eine rote Karte – die erste des 21-jährigen Innenverteidigers in seinen zweieinhalb Jahren im ASV-Dress. Wie lange er aussetzen muss, wird das BFV-Gericht im Verlaufe der Woche entscheiden. Fußballlehrer Ahammer beließ es nicht bei der Rüge, er machte auch Hoffnung: Im Gespräch mit der DACHAUER RUNDSCHAU verwies er darauf, „dass wir trotz der schlechten Hinrunde immer noch alles in der eigenen Hand haben.“ Der ASV Dachau liegt zwar mit nur zehn Zählern auf dem letzten Platz der Landesliga Südost. „Doch schon zwei Siege reichen, um den Anschluss zu schaffen“, erklärte Ahammer. 

Einen ersten Schritt könnten die ASV-Kicker am kommenden Samstag, 2. November, tun, wenn sie den Neunten FC Unterföhring empfangen (13 Uhr).

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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