ASV Dachau verliert gegen TSV Eching

Klatsche vom Angstgegner

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Eine schmerzhafte Niederlage mussten Michael Kornprobst (vorne) und seine ASV-Kameraden gegen die Echinger um David Tomasevic (dahinter) einstecken.

Dachau - ASV Dachau kassiert gegen den TSV Eching ein 1:4 – trotz 50-minütiger Überzahl.

Es bleibt dabei: Der ASV Dachau kann in der Landesliga nicht gegen den TSV Eching gewinnen. Nach einem Remis zu Hause und zwei 2:3-Niederlagen an der A9 gingen die Stadtwälder nun böse im Sepp-Brenner-Stadion baden: 1:4 (1:3) hieß es am Ende. „Wir hätten uns auch über sieben oder acht Gegentore nicht beklagen können“, resümierte ASV-Trainer Frank Peuker hinterher bitter.

Frank Peuker stellt Tatsachen klar

 Schon nach fünf Minuten prüfte Echings Mittelstürmer Marc Gundel den ASV-Schlussmann Artem Bykanov. Gleich darauf war der junge Keeper machtlos, als Florian Bittner völlig frei zum Schuss kam (0:1, 11.). Auch beim zweiten Treffer patzten die Dachauer: Erst produzierten sie einen bösen Abspielfehler im Mittelfeld, dann schlief die gesamte Hintermannschaft: Oldie Fabijan Hrgota hatte leichtes Spiel (0:2, 21). Verständlich waren diese Unkonzentriertheiten nicht, zumal Peuker wieder auf Stefan Vötter und Dimitrios Papadopoulos zurückgreifen konnte.

Zuerst Abspielfehler, danach schläft die Hintermannschaft

Immerhin schlug Felix Bisle blitzschnell und auf seine spezielle Art zurück: natürlich nach einer Ecke von Maximilian Bergner, natürlich per Kopf (1:2, 23.). Die Echinger beherrschen diese Masche gleichfalls, wie Bittner bewies, als er das Leder nach einer Ecke über die Linie kickte (1:3, 26.). Die Atmosphäre des Derbys war zu diesem Zeitpunkt schon geladen. Und dann das: Thomas Rieger rauschte heftig in Echings Kapitän Mustafa Kantar hinein. Was dessen Kollegen Tolgahan Kilic so auf die Palme brachte, dass ihn der Unparteiische Elias Tiedeken sicherheitshalber sofort zum Duschen schickte (41.).

Tolgahan Kilic geht zum Duschen, nachdem er sich entladen hatte

 Die Konsequenz: Fast 50 Minuten Überzahl für die Stadtwälder. Peuker meinte: „Ich war mir in der Pause sicher, dass wir die Partie noch drehen können.“ Tatsächlich erhöhte seine Mannen nach dem Seitenwechsel den Druck. Nach einer Stunde brachte Peuker zudem Michael Kornprobst – es war der erste Auftritt des Ur-Hilgertshausers im ASV-Dress nach seiner langwierigen Schambein-Entzündung.

Erster Auftritt von Michael Kornprobst im ASV-Shirt

 Aber Bykanov bremste den Eifer seiner Kameraden und holte Gundel von den Füßen – Elfmeter. Michael Ott lief an, der ASV-Tormann ahnte die Ecke, es blieb beim 1:3 (68.). Die Kreisstädter konnten daraus jedoch kein emotionales Kapital schlagen. Im Gegenteil: Gundel umkurvte die ASV-Defensivrecken wie Slalomstangen und netzte aus 16 Metern ein (1:4, 74.). Bezeichnend wiederum, dass die Dachauer auch größte Chancen nicht verwerteten. Wie Lukas Schmitt, dessen Sieben-Meter-Schuss Kantar von der Linie kratzte (82.).

kho

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