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Neuer Vorstand und neues Konzept beim Dorfener Zentrum für Integration und Familie (DZIF)

Der neue Vorstand mit (v.l.) Klaus Ramme, Dorette Sprengel und Ingrid Böhringer will neuen Schwung ins DZIF bringen.
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Der neue Vorstand mit (v.l.) Klaus Ramme, Dorette Sprengel und Ingrid Böhringer will neuen Schwung ins DZIF bringen.

Patenschaften für ausländische Mitbürger geplant, die keine staatliche Unterstützung erhalten

Dorfen – Das Dorfener Zentrum für Integration und Familie (DZIF) kam durch Corona in die Krise. Nachdem die Stadt Dorfen einen Zuschussantrag abgelehnt hatte, stand die Auflösung des Vereins zur Diskussion. Doch der neue Vorstand – Dorette Sprengel, Ingrid Böhringer und Klaus Ramme – will nun mit einem neuen Konzept das Familienzentrum konsolidieren.

Geplant ist der Start neuer Anfängerkurse im Juni. Neu hinzu soll ein virtuelles Klassenzimmer kommen, für das Ramme verantwortlich zeichnet. „Wir können sofort in den Distanzunterricht gehen, wenn nötig“, sagt er. Auch werden die Firmenkurse ausgebaut. Neu angeboten wird zudem ein Quali-Training und Schülertraining in den Ferien. Und künftig soll es Patenschaften für Flüchtlinge geben.

„Ganz besonders am Herzen liegt uns die Idee der Patenschaften für ausländische Mitbürger, die keine staatliche Unterstützung erhalten. Eine Patenschaft für einen Deutschkurs würde ihnen helfen, die Sprache zu lernen“, sagt Sprengel. Kostenpunkt 400 Euro pro Modul. „Das kann man sich auch teilen“, meint sie. Dadurch bekämen die Migranten eine reelle Chance, eine berufliche Tätigkeit zu erlangen, durch die sie die Existenz ihrer Familien selbst sichern können.

„Auch die Förderung von Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich ist eine Kernaufgabe, denn Bildung soll unabhängig von finanziellen Möglichkeiten für alle zugänglich sein“, sagt Böhringer. Zudem wolle man versuchen, die „Stärken und Schwächen“ gerade bei Mädchen zu analysieren, so Sprengel: „Es gibt mehr Berufe als Kosmetikerin und Friseurin.“ - hes

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