Theater in der Sieghartsburg

„Wenn des bloß guat geht“

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Die Theatergruppe des „Ebrachtaler“ Trachtenvereins in der Sieghartsburg. Foto: Hartl

Der Trachtenverein G.T.E.V. „Ebrachtaler“ Ebersberger spielt Theater in der Sieghartsburg

Ebersberg – Ja „wenn des bloß guat geht“ ist der Titel der heiteren Geschichte in drei Akten von Ulla Kling. Die „Ebrachtaler“ Trachtler haben das lustige Stück unter der Regie von Doris Lang und Silvia Hermer einstudiert und brillant auf die Bühne gezaubert. Es gab viel Szenen- und noch mehr Schlussapplaus für eine flotte, rasante und witzige Aufführung in der altehrwürdigen voll besetzten Sieghartsburg, das letzte mal in diesem Theater. In dieser Komödie bekommt keiner am Ende sein Gspusi, nein hier hat jeder schon eins. Vielleicht ist das der Grund, warum es so viele verrückte Szenen gibt. Aber wenn zwei Omas aufeinander treffen, die sich nicht ausstehen können, „wia soll des bloß guat geh`n“. Babsi und Tommi (Susanne Steinherr und Stephan Heindlmeier) haben ein Baby und die Taufe ist angesagt. Wer will natürlich unbedingt dabei sein und das erste Enkelchen sehen? Natürlich die Mutter von Babsi. Sie heißt Leni (Hildegard Brummer) und will nur ihre gestresste Tochter entlasten, mit Unmengen von Himbeer-Marmelade, die sie gleich in der Küche von Babsi einkocht. Aber wer kommt da noch daher mit zwei Koffern und einem mannshohen Teddybären? Die Mutter von Tommi kommt, nein sie kommt nicht - Rosalinde (Antonie Wisneth) „erscheint“ – mit einem riesigen bunten Hut und farbenprächtigen Outfit. Der Zoff geht los und das junge Paar steuert unweigerlich auf den ersten Nervenzusammenbruch ihrer jungen Ehe zu. Das ist aber noch längst nicht alles: da taucht ein abgerissener farbenprächtiger Möchtegern-Guru auf und nistet sich in der kleinen Wohnung ein. Harry (Stefan Wisneth) ist der Bruder von Tommi und ist völlig in andere galaktische Sphären entschwebt, meditiert auf dem Boden sitzend und redet unverständliches Zeug für den Rest der Familie. Die nächste Steigerung: seine genauso abgerissene Freundin Gisi (Marion Schottenhaml) taucht unvermittelt auf und nistet sich an der Seite von Harry in der Wohnung ein. Die beiden Paradiesvögel sind immer noch nicht der letzte Hype: Ein Pfarrer (Marcus Müller) turnt da plötzlich in der Wohnung herum und stiftet Verwirrung.Und da ist noch der Opa Leopold, der Vater von Tommi (Schorsch Heindlmeier), mit seinem kaputten Kreuz, der dem verunglückten Sohn Harry eine „Arbeit“ verschaffen will, aber das Wort kennt Harry gar nicht. Damit dreht sich die Geschichte ihrem Höhepunkt entgegen, bis Tommi mit einer schlauen Idee wieder alle aus dem Haus treibt und alle verschwunden sind. Doch sind sie wirklich weg und haben sie den Bus wirklich erreicht? Da klingelt es schon wieder....Es ist eine lange Geschichte, die wochenlanges Proben erforderte und den Spielern alles abverlangt hat. Alle haben eine tolle Leistung geboten und das Publikum bestens unterhalten. Viel Beifall gab es für alle auf und hinter der Bühne. Ein Lob gibt es noch für das schöne Bühnenbild und die Kostüme. Am kommenden Freitag und Samstag 28. und 29. März jeweils um 20 Uhr geht die Komödie noch ein letztes mal über die Bühnenbretter der Sieghartsburg. Reservierung von Platzkarten ist zu empfehlen: Tel. (0 80 92) 2 58 88 Montag bis Freitag, von 18.30 bis 20.30 Uhr.oha

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