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Pipinsried schnappt sich Marco Bläser

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Stürmer Marco Bläser will "noch einmal höherklassig angreifen". © Kramer

Landkreis - Seit einigen Wochen kursierte in der Fußballszene das Gerücht, dass Marco Bläser (auf dem Foto im rotweißen Trikot) sich im kommenden Sommer verändern möchte.

Seit Saisonbeginn agiert der langjährige Torjäger des TSV Dachau 1865 und des früheren Regionalligisten SV Heimstetten als Spielertrainer beim Kreisklassenverein FC Gerolsbach. Kürzlich sprach die DACHAUER RUNDSCHAU den Sohn des früheren Kölner Bundesligaprofis Jupp Bläser am Rande eines Fußballspiels auf seine Zukunftspläne an. Der groß gewachsene Stürmer antwortete mit einem schelmischen Grinsen: „Vielleicht mache ich noch einmal etwas ganz Verrücktes.“

„Zweimal Training in der Woche reicht mir.“

Ein Auslandsengagement oder eine Tätigkeit im Profibereich schloss er freilich aus, mit dem Argument: „Zweimal Training in der Woche reicht mir.“ Damit war eigentlich klar, welchen Klub Bläser, der im Mai 35 Jahre alt wird, im Auge hat: den Bayernligisten FC Pipinsried – der Dorfclub bittet als einziger höherklassiger Verein nur zweimal in der Woche zum Üben. 

Sein neuer Chef kommt förmlich ins Schwärmen

Nun bestätigten sowohl der Kicker als auch FCP-Präsident Konrad Höß die Vermutung: „Ja, es stimmt. Marco Bläser spielt in der neuen Saison bei uns“, sagt Höß. Bläser erklärt: „Ich wollte noch einmal höherklassig angreifen. Und Pipinsried im Lebenslauf stehen zu haben, ist ja eine Ehre.“ Sein neuer Chef kommt förmlich ins Schwärmen, wenn er über den Offensiv-Mann spricht. Nicht nur wegen Bläsers Fähigkeiten, entscheidende Tore zu erzielen, sondern auch wegen dessen „hundertprozentiger Loyalität gegenüber den Vereinen, für die er tätig war“, so Höß. Speziell Michael Matejka, der Manager des SV Heimstetten, habe ihm dies bestätigt.

Auch SV Heimstetten war interessiert

Ein durchaus pikantes Lob, denn der Heimstettener hat sich laut Höß selber um eine Heimholung seines ehemaligen Jokers bemüht. In Pipinsried soll Bläser indes mehr als nur einen Lückenfüller geben. „Ich gehe davon aus, dass Marco bei uns einen Stammplatz findet und seine Tore macht“, erklärt Höß. „Außerdem ist er einer vom alten Schlag, der sich um den Teamgeist kümmert.“ Bläsers Alter spiele keine Rolle. Beim Dorfclub wird im Sommer mindestens eine Stürmerstelle frei: Serge Yohouas Vertrag läuft aus, der Ivorer steht beim Landesligisten FC Gerolfing im Wort.

kho

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