Jahres-Hauptversammlung des TSV Indersdorf

Kunstrasen soll Vereins-Wachstum sichern

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TSV-Vorsitzender Bernhard Wetzstein und Fußballchef Martin Schmeller wollen das Kunstrasen-Spielfeld 2016 realisieren

Markt Indersdorf - Seit Monaten laufen die Planungen für das Kooperationsprojekt der drei Indersdorfer Sportvereine, 2016 soll das Projekt realisiert werden.

Auf der Jahres-Hauptversammlung des TSV Indersdorf begründeten der erste Vorsitzende Bernhard Wetzstein und der Fußball-Abteilungsleiter Martin Schmeller den dringlichen Bedarf, mit dynamisch wachsender Kinderzahl weitestgehend witterungsunabhängig Fußballsport in der Marktgemeinde anbieten zu können. Beide lobten die bisherige Unterstützung durch Bürgermeister Franz Obesser und den Gemeinderat bei den Planungen. Die Interessengemeinschaft der drei Indersdorfer Vereine favorisiert derzeit einen Standort in der Nähe des Gymnasiums, von dessen zentraler Lage auch alle Schulen profitieren würden. Der starke Motivationseffekt eines Kunstrasenfeldes wird vom DFB stets herausgehoben und könnte gerade aus Schülerkreisen zusätzliche Kinder für den Vereinssport begeistern.

Verein hat 1286 Mitglieder und 36 ehrenamtliche Trainer

Stolze Zahlen präsentierte Wetzstein in seinem Rechenschaftsbericht zum abgelaufenen Vereinsjahr 2014. Die Mitgliedergesamtzahl ist binnen Jahresfrist um 105 auf nunmehr 1286 gestiegen. Der Jugendanteil im Verein liegt mittlerweile bei 46 Prozent. Einen wesentlichen Anteil daran hat der Jugendfußball. So bietet die Fußballabteilung des TSV 220 Kindern und Jugendlichen Sport und Sozialisation unter der Anleitung von 36 ehrenamtlichen Trainern. Besonders stolz ist der Verein, dass das Gesamtangebot für die fünf bis 18jährigen Fußballer zwar unter großen Kraftanstrengungen aber doch komplett am Ort dargestellt werden kann. Mit dem durch den TSV mitbegründeten Talentförderverein TaF Glonntal gibt es außerdem ein stärker leistungsorientiertes Angebot auf dem TSV-Gelände, wodurch die Abwanderung von Spielern, die intensiver ausgebildet werden wollen, verhindert wird. Aus diesem Reservoir mit derzeit 90 Jugendfußballern stammen viele Spieler der ersten Mannschaft des TSV.

Derzeitige Spielflächen werden bei Nässe zu gefährlich

Fußballchef Martin Schmeller referierte ergänzend über die derzeitigen Trainingsflächen. Sie seien letztlich keine der DIN-Norm entsprechenden Fußballerfelder, sondern aufgebesserte Wiesen, die bei Nässe und ständig gestiegener Belastung schnell zu verletzungsprovozierendem Morast werden. So wäre in den letzten fünf Wochen kein Training oder Testspiele auf den Plätzen des TSV möglich gewesen. Die Demotivation von Spielern und Trainern sowie der Wettbewerbsnachteil gegenüber den überwiegend auf Kunstrasen trainierenden Stadtvereinen seien riesig. Ein weiteres Wachstum sei derzeit nicht mehr möglich, obwohl die Nachfrage speziell im noch kaum erschlossenen Mädchen-Fußball sehr groß ist. Welches Angebot den vielen zukünftig zu erwartenden Neubürgern gemacht werden könnte, sei ebenfalls unklar. Schmeller betonte in diesem Zusammenhang auch, wie wichtig es wäre, ehrenamtlich tätigen Jugendtrainern bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

red

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