FC Pipinsried gegen U23 des FC Bayern München

Trubel beim Bayernligisten FC Pipinsried

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Engagierter Auftritt des FCP gegen den FCB: hier umzingeln Ruben Popa (links) und Martini Lombaya den Eigentorschützen Korbinian Burger.

Pipinsried - Beim FC Pipinsried geht es rund: Erst wurde der Spielertrainer Ömer Kanca entlassen, danach versemmelte der neue Trainer Bernd Weiß seinen ersten Einsatz. Beim Spiel gegen die U23 Mannschaft vom FC Bayern München war dann aber alles nicht so schlimm wie befürchtet wurde.

Beim Bayernligisten FC Pipinsried ist in diesen Tagen einiges los. Vergangene Woche entließ Präsident Konrad Höß seinen glücklosen Spielertrainer Ömer Kanca nach nur sechs Punkten aus acht Spielen. Stattdessen heuerte Höß den Dritt- und Viertliga-erfahrenen Bernd Weiß (56) an. Doch dessen Premiere beim Aufsteiger SV Erlbach ging am vergangenen Samstag mit 2:4 (0:1) völlig in die Hose. Ausgerechnet in dieser Situation hatte sich die U23 des FC Bayern München für den Montagabend zu einem Freundschaftsspiel angesagt.

"Horror-Fußball" gegen SV Erlbach

Mit 2:4 (0:1) verloren die Gelb-Blauen gegen die Ostbayern, ein 2:6 wäre ebenso möglich gewesen. Ex-Profi Denny Herzig hatte das Debakel mit einem zu kurzen Rückpass eingeleitet, für den sich Sebastian Leitmeier bedankte (0:1, 2.). Nach der Pause kassierten die Pipinsrieder das 0:2 (59.) und fielen danach völlig auseinander – obwohl die Hausherren ab der 63. in Unterzahl agieren mussten. FCP-Keeper Kevin Maschke hielt zudem einen Elfmeter (65.). Armin Lange (69.) und Ruben Popa (87.) betrieben nur Ergebnis-Kosmetik. Höß sprach hinterher von „Horror-Fußball“, Weiß beklagte den „katastrophalen physischen Zustand“ des Teams. Ausgerechnet in dieser Situation hatte sich die U23 des FC Bayern München für den Montagabend zu einem Freundschaftsspiel angesagt.

"Zweistellige Klatsche" kam nicht wie Befürchtet

Weiß musste zu allem Überfluss auf neun Stammkräfte verzichten, die FCP-Fans befürchteten schon eine zweistellige Klatsche. Aber die Pipinsrieder „B-Elf“ um die starken Sechser Marco Krammel und Markus Achatz machte ihre Sache sehr gut gegen die mit einigen Jung-Stars wie Sinan Kurt oder Lucas Scholl gespickte Truppe von der Säbener Straße. Die „kleinen Bayern“ waren vor der Pause drückend überlegen und gingen durch Daniel Hägler (0:1, 18.) und Patrik Weihrauch (0:2, 26.) in Front. Ruben Popa (1:2, 53.) und Korbinian Burger mit einem Eigentor (2:2, 75.) sorgten nach der Pause für ein etwas schmeichelhaftes Remis.

"Kampf um die Startelf-Plätze eröffnet"

FCB-Coach Heiko Vogel war „mit der Leistung nur in der ersten Hälfte zufrieden“ und setzte dann mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wir hoffen, dass wir dazu beigetragen haben, dass der FC Pipinsried nun auch in der Bayernliga in Schwung kommt.“ Bernd Weiß freute sich hingegen über „den leidenschaftlichen Einsatz“ seiner jungen Kicker und erklärte „den Konkurrenzkampf um die Startelf-Plätze für eröffnet.“

kho

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