FC Pipinsried gegen SpVgg Hankofen-Hailing

Neun Mann ein Punkt

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In Hankofen ging es zur Sache: Tobias Richter (rechts) versucht Pipinsrieds Thomas Berger in den Griff zu kriegen.

Pipinsried - Der FC Pipinsried erkämpft sich in Unterzahl einen Punkt gegen SpVgg Hankofen-Hailing in Hankofen.

Es war ein richtig heißer Kampf, den sich der FC Pipinsried und der Bayernliga-Vorletzte SpVgg Hankofen-Hailing am vergangenen Samstag lieferten. „Das intensivste Match, das ich bisher in der Bayernliga erlebt habe“, urteilte auch FCP-Übungsleiter Bernd Weiß nach dem 1:1 (1:0).

Dass drei Kicker im Laufe der zweiten Halbzeit das Spielfeld verlassen mussten – darunter die Pipinsrieder Arthur Kubica (53.) und Philip Grahammer (83.) sowie dazwischen der Niederbayer Matthias Lazar (72.) – war indes weniger ein Zeugnis von der Härte des Matches, sondern von der Hektik, die sich von den Rängen auf das Spielfeld ausbreitete.

Und die schließlich auch den jungen Münchner Referee Ben-Erik Salb erfasste.

Fußball wird leidenschaftlich gelebt

Denn in Hankofen, einem 500-Seelen-Dorf im niederbayerischen Nirgendwo, wird Fußball leidenschaftlich gelebt. Vor allem von den rüstigen Rentnern auf der Tribüne und an der Seitenlinie. So war von Anfang Dampf im Kessel. Die Gäuboden-Kicker attackierten früh, liefen immer einen Meter mehr als ihre Gäste aus dem Dachauer Land. Dennoch hatten die Pipinsrieder einige Chancen, vornehmlich durch Ecken oder Freistöße.

Ab Mitte der ersten Halbzeit nahm die Partie Fahrt auf: Chancen im Minutentakt auf beiden Seiten war die Folge. Doch nur die Hankofener trafen: Nach einer Ecke von rechts kam Abwehrmann Michael Gröschl zehn Meter vor dem gelb-blauen Kasten freistehend zum Schuss (1:0, 31.). Die Niederbayern erhöhten daraufhin das Tempo, vor allem nach der Pause.

Dann Kubicas Blackout: An der Mittellinie schlug er unmotiviert das Spielgerät in die Wolken – die Ampelkarte war die Folge.

Kleines Fußballwunder

Doch nun ereignete sich ein kleines Fußballwunder: Nicht die Gastgeber übernahmen das Kommando, sondern die Gäste.

Mit dem schönsten Spielzug des Tages glichen die Gelb-Blauen aus: Grahammer setzte Armin Lange ein, der passte direkt zu Serge Yohoua – Tor aus spitzem Winkel (1:1, 59.).

Bis zum Schlusspfiff ging die wilde Jagd weiter: Hankofens Tormann Max Putz wehrte mit einer Blitzreaktion einen Herzig-Kopfball ab (89.), Thomas Berger rettete bei einem Gröschl-Schuss auf der Linie (90.+1). Mit dem Remis hat sich für beide Teams tabellarisch nichts verändert: Der FC Pipinsried bleibt Zwölfter, die SpVgg Hankofen-Hailing Vorletzter. Am kommenden Sonntag besucht der SV Kirchanschöring die Pipinsrieder. Anstoß ist um 14 Uhr.

kho

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