FC Pipinsried schlägt FC Unterföhring

Brilliant gegen Spitzenteams

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Erst Fehler, dann Volltreffer: Tobias Heinzinger (rechts), nimmt es mit Atilla Arkadas (links) und Yasin Yilmaz auf.

Pipinsried - Das Team von Bernd Weiß besiegt den FC Unterföhring mit 3:2 (1:1).

Gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte tut sich Bayernligist FC Pipinsried heuer schwer, gegen die Spitzenteams brilliert er. So am Sonntag gegen den zeitweiligen Primus der Fünften Spielklasse, den FC Unterföhring. 3:2 hieß es nach 94 Minuten, zwei Minuten zuvor hatte es noch 2:1 für den FCP gestanden.

Doch in der Nachspielzeit wurde es hektisch

 Serge Yohoua hatte – nach klugem Pass von Arthur Kubica – das vermeintlich vorentscheidende 3:1 markiert (90.+ 2), Föhrings Leo Mayer mit einem 25-Merter-Schlenzer aus dem Fußgelenk geantwortet (3:2, 90 + 3). Nach weiteren 45 Sekunden war das Match vorbei, Pipinsrieds Trainer Bernd Weiß schnaufte tief durch. „Immerhin mussten wir heute endlich einmal keinem gegnerischen Vorsprung hinterher gelaufen“, erklärte er. Zu verdanken war dies Thomas Berger, der das Leder schon früh unter die Unterföhringer Latte nagelte (1:0, 7.).

Weiß hatte seine Crew kräftig durcheinander gewirbelt

Berger verteilte die Bälle hinter den Spitzen Ruben Popa, Manuel Eisgruber und Serge Yohoua. Kubica saß erst einmal auf der Bank; „wegen schwacher Trainingsleistungen“, hieß es. Andreas Götz agierte neben Tobias Heinzinger auf der Sechs. Hinten links durfte der frühere Hilgertshauser Zelimir Tosic ran – und der gelernte Stürmer machte seinen Sache hervorragend. „Zelimir hat praktisch jeden Zweikampf gewonnen“, lobte Weiß später. Zweikampfstärke ist sonst die Domäne von Heinzinger, doch unmittelbar vor der Pause verlor der Mann mit dem Stirnband ein wichtiges Duell. Ausgerechnet gegen FCU-Sturmspitze Andreas Faber, noch dazu am eigenen Strafraumrand: Der bullige Goalgetter zog aus 16 Metern ab (1:1, 43.).

Heinzinger machte seinen Fehler schnell wieder wett

Kurz nach dem Seitenwechsel zog er aus zentraler Position einfach mal ab und traf genau ins linke obere Eck (2:1, 52.). In den Schlussminuten wollte Weiß das Ergebnis mit einem Fünfer-Abwehrriegel absichern: Dass dennoch zwei weitere Treffer fielen, damit hatte der erfahrene Übungsleiter nicht mehr gerechnet. Insgesamt war es ein verdienter Sieg der Mannen aus dem Dachauer Hinterland, nicht zuletzt, weil ihnen ein Kopfballtor durch Eisgruber (65.) wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt wurden. Der FC Pipinsried ist die Tabellenleiter eine Sprosse nach oben auf Platz elf geklettert. Am kommenden Samstag besucht der FCP ein weitere Topmannschaft der Bayernliga, den TSV 1882 Landsberg.

kho

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