Pipinsried gegen Pullach

Pipinsrieder Tor wird aberkannt

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Michael Hofmann (rechts) kann Martin Finkenzellers (links) Schuss nicht zu fassen – der Ball ist hinter der Torlinie. Das Schiedsrichter-Gespann entschied jedoch: kein Tor.

Pullach/Pipinsried - Der Dorfclub verliert in Pullach 0:1 – Hügel mit Platzwunde ins Krankenhaus.

Der Fußballgott war am Sonntag kein Pipinsrieder. Aufgrund einer Fehlentscheidung des Schiedsrichter-Gespanns verlor der FC Pipinsried gegen den SV Pullach mit 0:1 (0:0).

Die ominöse Szene spielte sich in der 63. Minute ab: FCP-Kapitän Martin Finkenzeller feuerte aus sieben Meter auf den Pullacher Kasten. Der Schlussmann der Hausherren, Löwen-Legende Michael Hofmann (inzwischen 42 Jahre alt), bekam die Kugel erst Millimeter hinter der Torlinie zu fassen (siehe Foto), verbarg das Geschehen aber geschickt, indem er das Spielgerät unter seinem Hünenkörper verbarg. Referee Andreas Dinger zeigte zur Mittellinie, revidierte aber seine Entscheidung, als er seinen Assistenten Stephan Herdegen mit Fahne wedeln sah.

FCP-Coach Bernd Weiß nahm die Sache gelassen: „Vor einer Woche gegen Heimstetten hatten wir Glück, heute Pech.“ In diese Kategorie fällt wohl auch die Vorgeschichte zum Tor des Tages.

Mit Platzwunde ins Krankenhaus

Kurz vor der Halbzeit prallte der gelb-blaue Innenverteidiger Robert Hügel in der Luft mit dem Raben-Mittelstürmer Menelik Ngu‘Ewodo zusammen – der Pipinsrieder trug eine klaffende Platzwunde am Schädel davon und wurde ins Krankenhaus gefahren (44.).

Weiß stellte nach der Pause um: Arthur Kubica kam, der bisherige zentrale Sechser Philip Grahammer nahm Hügels Position ein. Vielmehr: Er sollte sie einnehmen. Denn als die Pullacher „Raben“ kurz nach dem Seitenwechsel einen Angriff über rechts fuhren, war Grahammer nicht zur Stelle. Das Spielgerät landete beim ungedeckten Ngu‘Ewodo. Der ehemalige Junglöwe zog aus 14 Metern kräftig ab (1:0, 51.). Ansonsten waren Torszenen auf beiden Seiten rar. Das lag bei den Pullachern am lautstark dirigierenden Michael Hofmann und auch am 19-jährigen Innenverteidiger Daniel Leugner. Der frühere Gündinger kickt seit wenigen Wochen in Pullach und zeigte gegen Pipinsried eine reife Leistung.

Muskulärer Probleme bei Kanca

Die Pipinsrieder Fans achteten freilich mehr auf ihren Ex-Coach Ömer Kanca, der bei den Pullachern die Fäden ziehen sollte. Doch der 25-Jährige blieb blass, zur Pause nahm ihn SVP-Coach Frank Schmöller aus dem Spiel. Wegen „muskulärer Probleme“, wie Kanca berichtete.

Der FC Pipinsried ist auf Rang 14 zurückgefallen. Am Sonntag (Anpfiff 16 Uhr) ist der Tabellenletzte SpVgg Ruhmannsfelden Gast an der Reichertshausener Straße.

kho

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