Tennisfreunde Dachau stufen erste Damen- und erste Herrenmannschaft zurück

Rückzug in die Bayernliga

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Die Tennis-Mannschaften aufzustocken, hätte zu viel Geld gekostet, sagt Helmut Treutler, Vorsitzender der Tennisfreunde Dachau e.V.

Dachau - Die Tennisfreunde Dachau stufen ihre erste Damen- und erste Herrenmannschaft freiwillig von der Regionalliga zurück.

Wenn die Ausgaben höher als die Einnahmen sind, stellt sich die Frage, warum das so ist. Verantwortlich für das Missverhältnis beim Etat der Tennisfreunde Dachau waren vor allem die hohen Kosten für die Regionalliga-Teams. Da es dem Vorstand der Tennisfreunde nicht gelungen war, Sponsoren für die Saison 2013 zu finden, wurde beschlossen, die Damen und Herren eine Liga tiefer zu stufen. Eingespart werden damit unter anderem Reise- und Betreuungskosten sowie Ausgaben für Schiedsrichter. Die Entscheidung der Tennisfreunde-Vorstandschaft, freiwillig in die Bayernliga zurück zu gehen, wurde selbst am BTV-Verbandstag in Nürnberg eifrig diskutiert. Einige der Vereinsvorstände konnten diese Entscheidung sportlich nicht ganz nachvollziehen. Die überwiegende Mehrheit aber zollte den TF-Verantwortlichen Respekt. Schließlich geht es darum, den Verein nicht einem unüberschaubaren finanziellen Risiko auszusetzen. Einer der Vereinsvorstände meinte sogar: „Endlich gibt es mal einen Verein, der diesen Unsinn nicht mehr mitmacht“. Die Herren-Regionalliga entwickelt sich immer mehr zu einer Profiliga. Je nach finanziellem Aufwand der Vereine werden die Mannschaften überwiegend mit Ausländern besetzt. Deutsche Talente haben kaum mehr eine Chance. In der Saison 2012 spielten Landshut und Hainsacker mit jeweils sechs Ausländern. In Dresden und Leipzig kamen fast nur Spieler aus Tschechien zum Einsatz. Selbst der Traditionsverein MTTC Iphitos hat seine Punkte zum Klassenerhalt überwiegend mit Ausländern geholt. Lediglich Ismaning und die Tennisfreunde setzten auf ihre jungen deutschen Talente. „Um auch 2013 wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Regionalliga-Rennen schicken zu können, hätten wir aber wieder weiter aufstocken müssen. Das trifft genauso für die Damen zu“, erläutert Helmut Treutler, Vorsitzender der Tennisfreunde Dachau. Dieser Schritt hätte den Verein sehr viel Geld gekostet. Das Risiko wollte der Vorstand nicht eingehen und hat deshalb die Mannschaften in die Bayernliga zurück stufen lassen. Leider haben einige Spieler, vornehmlich bei den Herren, den freiwilligen Rückzug nicht mitgemacht. „Da wir aber weiterhin für unsere Talente eine sportliche Perspektive anbieten wollen, müssen wir zwangsläufig, zumindest in diesem Jahr, das wir als eine Art Übergangsjahr betrachten, ein bis zwei neue Spieler für die Bayernliga einsetzen“, erklärte Treutler. Unterstützung zu dem freiwilligen Rückzug gab es von BTV-Präsident Helmut Schmidbauer: „Der Bayerische Tennis-Verband ist unglücklich darüber, dass die Vereine immer mehr dem eigenen Nachwuchs die Chance verwehren, in hochklassigen Mannschaften zu spielen und dafür lieber ihr Budget in Spieler ohne jeglichen Vereinshintergrund investieren.“

roc

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