Pipinsrieder Fußball

Tobias Strobl wirft hin

Pipinsried - Pipinsrieder Spielertrainer erklärt nach den Relegations-Niederlagen gegen Garching seinen Rücktritt.

Nach dem Abpfiff flossen bei Tobias Strobl die Tränen. Eben hatte sein Team das Relegations-Rückspiel gegen den VfR Garching mit 0:1 (0:0) verloren. Von seinem Regionalliga-Traum hatte sich der Pipinsrieder Spielertrainer indes schon am Mittwoch zuvor verabschieden müssen, als der Dorfklub von den Münchner Vorstädtern mit einem 2:6 regelrecht zerpflückt wurde.

Schon im Anschluss an dieses Hinspiel machten Rücktrittsgerüchte im Pipinsrieder Vereinsheim die Runde. Zur Gewissheit wurden sie am Samstag Vormittag, als Strobl die Mannschaft nach einer letzten Trainingseinheit offiziell informierte. Auch Co-Spielertrainer Max Zischler legte sein Amt nieder. Er geht zum Nord-Bayernligisten SC Feucht. Ein Gespräch mit dem FCP-Präsidenten Konrad Höß vermied Strobl allerdings.

Höß wirft Strobl Charakterlosigkeit vor

Der Pipinsrieder Boss war fassungslos, als er von der Demission seines Führungsduos erfuhr. Er warf Strobl und Zischler „Charakterlosigkeit“ vor, er fühle sich „persönlich getäuscht“. Höß betonte: „Wir haben ihm immer alle Wünsche erfüllt. Das war ein Fehler, wie sich jetzt herausstellt.“ Zu den Gründen seines Rücktritts meinte Strobl am Sonntag: „Nach drei Jahren sind wir am Ende einer Entwicklung angekommen. Die Mannschaft braucht neue Impulse.“ Er gehe mit „schönen Erinnerungen.“

Kapitän teilte Strobls Ambitionen nicht

Doch tatsächlich hatte es zwischen dem Trainergespann und wichtigen Führungsfiguren der Mannschaft seit Wochen heftig gekracht: Tormann Tobias Antoni, Abwehrchef Christian Adrianowytsch, Mittelfeldlenker Sebastian Fischer, Zauberfuß Junis Ibrahim sowie der langjährige Kapitän Dominik Schön teilten Strobls Regionalliga-Ambitionen nicht; sie befürchteten vielmehr, dass die Mannschaft in der Vierten Liga chancenlos wäre. Strobl wusste mit dem Konflikt nicht umzugehen. Die Folge: Bis auf Fischer kündigten alle Genannten. Zudem verlassen Verteidiger Andreas Schuster (TSV Rain) und der zweite Keeper Stefan Held (SC Olching) den Verein. Der Verbleib von Strobl-Kumpel Serge Yohoua ist ebenfalls höchst ungewiss.

Strobl will Zeit für Hausbau

Strobl selber will sich eine „Auszeit“ nehmen; er baut in seinem Heimatort Hepberg gerade ein Haus. Die Lage für den FC Pipinsried ist nun ausgesprochen prekär. Gut zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt zur neuen Bayernliga-Saison steht der Verein ohne Übungsleiter da, zudem müssen zehn Schlüsselspieler ersetzt werden.

kho

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