ATP-Turnier in Cincinnati

Alexander Zverev: Schreck-Moment lässt deutsches Tennis-Ass kalt - Nächster Triumph für Olympia-Held

Alexander Zverev hat das ATP-Masters in Cincinnati gewonnen. Der Weg dorthin war schwer - das deutsche Tennis-Ass erlebte dabei eine Schrecksekunde.

Update vom 23. August, 7.45 Uhr: Alexander Zverev hat es geschafft! Der Deutsche hat das ATP-Masters in Cincinnati gewonnen.

Mit seinem fünften Titel bei einem Masters-Turnier hat der Olympiasieger mit dem deutschen Rekordhalter Boris Becker gleichgezogen. Nach dem Final-Triumph über den Russen Andrej Rublew steht der 24-Jährige zudem als Neunter unter den Top 10 der Tennisspieler mit den meisten Erfolgen in der höchsten Turnierkategorie unterhalb der Grand Slams.

„Ich will jetzt nicht zu weit denken“, sagte Zverev, der spätestens seit Sonntag zum engsten Favoritenkreis für die am 30. August beginnenden US Open gehört, nach dem 6:2, 6:3-Endspielerfolg: „Ich habe die Goldmedaille gewonnen und jetzt gerade ein Masters. Nun freue ich mich einfach auf New York.“ Im Vorjahr hatte der gebürtige Hamburger in einem Final-Krimi gegen den Österreicher Dominic Thiem verloren.

Dabei erlebte Zverev an diesem Wochenende ein Wechselbad der Gefühle. Im Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas tags zuvor sah er schon wie der Verlierer aus. Er musste dann sogar behandelt werden, um weiterspielen zu können - es folgte ein dramatischer Sieg im Halbfinale, den er schließlich im Endspiel vergoldete.

Alexander Zverev: Plötzlicher Schreck-Moment bei unserem Olympia-Helden

Cincinnati - Bravo, Sascha! Alexander Zverev* steht kurz nach seinem Triumph bei Olympia vor dem nächsten Titel. Das deutsche Tennis-Ass setzte sich beim ATP-Masters in Cincinnati in einem dramatischen Halbfinale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas durch. Ein starkes Comeback machte das 6:4, 3:6, 7:6 (7:4) möglich, Zverev wirkte im dritten Satz bereits wie der Verlierer. Er orderte nach einer Schwächephase sogar einen Arzt.

Was war passiert? Zverev lag im entscheidenden Satz schon mit 1:4 zurück, das Match schien verloren. Dann entschied er eine lange Rallye für sich, schaffte somit das Break - und schien unmittelbar danach aller seiner Kräfte beraubt. Er stützte sich auf seinen Schläger, musste sich setzen und verlangte nach einem Arzt.

„Es ging mir nicht gut“, sagte er später: „Die Energie war weg, mein Magen hat sich nicht gut angefühlt. Er hat sich aber beruhigt, nachdem der Doktor mir etwas gegeben hat.“ Nach der Behandlung trumpfte der Hamburger auf und schaffte so doch noch die Wende.

Im Video: Zverev braucht nach Break eine kurze Auszeit

Im Endspiel wartet auf den an Nummer drei gesetzten Deutschen nun der Russe Andrej Rublew (Nummer vier). Schon am späten Sonntagabend deutscher Zeit hat Zverev die Chance auf seinen zweiten Masters-Sieg in diesem Jahr, im Mai hatte der 24-Jährige bereits in Madrid gewonnen. Insgesamt gelangen Zverev in seiner Karriere bislang vier Triumphe in der Turnierserie, die gleich unterhalb der Grand Slams* angesiedelt ist.

„Es ist eine großartige Rivalität mit viel Feuer und vielen Emotionen“, sagte Zverev nach dem Duell mit Tsitsipas, „vor den US Open wollten wir uns nichts schenken. Es war ein toller Kampf, unsere letzten Matches waren alle so.“

ATP-Masters in Cincinnati: Alexander Zverev steht im Finale

Im März hatte Zverev den Griechen schon im Finale von Acapulco geschlagen, am Samstag legte er nun einen hervorragenden ersten Satz hin, dominierte das Match mit starken Schlägen von der Grundlinie. Im zweiten Durchgang ließ den Deutschen dann allerdings sein Aufschlag im Stich, Tsitsipas holte den Ausgleich und nahm diesen Schwung mit in den entscheidenden Satz. Den schien Zverev schon aus der Hand gegeben zu haben, ehe er nach seiner Behandlungspause dann eindrucksvoll zurückschlug.

Er stärkte mit dem Auftritt auch seinen Status als einer der Favoriten für die US Open* (30. August bis 12. September). Nach dem Olympiasieg vor wenigen Wochen und dem Erfolg beim ATP-Saisonfinale 2018 bleibt sein großes Ziel der Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier.

In New York werden neben Titelverteidiger Dominic Thiem (Österreich) auch der verletzte Altmeister Roger Federer (Schweiz) und Grand-Slam-Rekordsieger Rafael Nadal (Spanien) fehlen. Somit hat Zverev gute Chancen auf den nächsten Titel. (akl/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Screenshot / Tennis TV

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