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Kerber erlebt Blamage bei Australian Open - Doch es kommt noch schlimmer für DTB-Asse

Für die deutsche Hoffnung Angelique Kerber sind die Australian Open nach Runde eins schon wieder beendet
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Für die deutsche Hoffnung Angelique Kerber sind die Australian Open nach Runde eins schon wieder beendet.

Das erste Grand-Slam-Turnier im Jahr 2021 endet für Angelique Kerber mit einer herben Enttäuschung. Bei den Australian Open scheitert die ranghöchste DTB-Spielerin bereits in Runde eins.

  • In der 1. Runde der Australian Open 2021 muss sich Angelique Kerber bereits verabschieden.
  • Die ranghöchste deutsche Teilnehmerin hadert mit den Begleitumständen und ihrer Corona-Quarantäne.
  • Zwei Landsfrauen sind ebenfalls bereits draußen. Alexander Zverev wütet, schafft es aber doch noch weiter.

Melbourne - Die deutschen Damen haben ihre Erstrundenpartien bei den Australian Open komplett in den Sand gesetzt. Angelique Kerber wollte nach ihrem überraschenden Scheitern gegen die US-Amerikanerin Bernarda Pera nicht lange drumherum reden. „Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, hätte ich es mir zweimal überlegt“, sagte die ranghöchste DTB-Akteurin nach ihrer 06:, 4:6-Niederlage.

Erst zwei Wochen in strikter Quarantäne, dann das frühe Aus - für die Melbourne-Siegerin von 2016 war Australien in diesem Jahr keine Reise wert. „Ich bin keine, die Ausreden sucht. Aber natürlich hat es einen Einfluss, wenn du zwei Wochen lang keine Bälle schlagen kannst“, sagte die Nummer 25 der Welt.

Australian Open: Kerber und zwei weitere DTB-Damen bereits draußen - Eine Hoffnung gibt es noch

Für ihre Landsmänninen Andrea Petkovic (3:6, 6:3, 4:6 gegen die Tunesierin Ons Jabeur) und Laura Siegemund (1:6, 1:6 gegen Serena Williams) endete das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres ebenfalls bereits nach der ersten Runde, als einzige Deutsche in der Damen-Konkurrenz ist noch Mona Barthel übrig, die es am Dienstag mit der Qualifikantin Elisabetta Cocciaretto aus Italien zu tun bekommt.

Siegemund hatte gegen die favorisierte Serena Williams nicht den Hauch einer Chance. Zwar gelang der 32-Jährigen ein schnelles Break zum 1:0, doch dann machte die bereits 39-jährige US-Amerikanerin zehn Spiele in Serie. Auf dem Weg zu ihrem ersehnten 24. Grand-Slam-Titel war es für die 39 Jahre alte Ausnahmespielerin ein lockerer Aufgalopp. Andrea Petkovic zeigte dagegen eine durchaus passable Leistung und Kämpferher. Jedoch nutzte die 33-Jährige ihre Chancen zu selten und verlor daher unglücklich.

Angelique Kerber hadert mit Corona-Quarantäne - Zverev wütend, jedoch mit Steigerung

Angelique Kerber blieb gegen Pera vor allem im ersten Durchgang alles schuldig. Die Vorstellung erinnerte an ihren lustlosen Auftritt bei den French Open Ende September 2020. Auch damals war sie bereits im Auftaktmatch gescheitert. Die 33-Jährige bewegte sich schlecht, leistete sich einfache Fehler und gab gerade mal nach 18 Minuten den ersten Satz ab. Nach dem Scheitern sprach sie über ihre mangelnde Vorbereitung auf das Turnier: „Bevor ich nach Australien geflogen bin, hatte ich eine gute Vorbereitung und einen guten Rhythmus. Nach der Quarantäne hat heute aber der Rhythmus gefehlt“, sagte Kerber.

Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin hatte nach ihrer Ankunft in Melbourne 14 Tage in strikter Quarantäne verbringen müssen, weil es auf ihrem Flug einen Corona-Fall gegeben hatte. Die frühere Nummer eins der Welt hatte ihr Hotelzimmer deshalb zwei Wochen lang nicht verlassen dürfen. Im zweiten Sätz hätte der Bremerin durchaus die Wende gelingen können, denn ihre Gegnerin wurde nervös und leistete sich immer mehr Fehler. Dennoch reichte es für Kerber nicht und nach 70 Minuten verwandelte die Nummer 66 der Welt ihren zweiten Matchball.

Besser lief es für die deutschen Herren. Für den Topstarter bleibt der Traum vom Finale am Leben: „Ich bin froh, dass ich weitergekommen bin, der zweite Satz hätte auch anders laufen können. Und mit 0:2 Sätzen hätte ich nicht zurückliegen wollen“, sagte Alexander Zverev nach seinem 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 6:3, 6:2 gegen Marcos Giron (USA). Der 23-Jährige lag in Durchgang eins und zwei jeweils schon mit einem Break vorne, musste dann aber doch in den Tiebreak. „Am Anfang habe ich sicher nicht mein bestes Tennis gespielt, aber dann wurde es besser“, sagte Zverev, der beim Break zum 5:4 im zweiten Satz seinen Schläger wütend auf den Boden schlug und spieluntauglich machte.

Die Chefin des deutschen Damentennis sprach mit uns im Exklusiv-Interview über Corona-Einsamkeit, zu stille Frauen und deutsche Nachwuchssorgen. (PF mit dpa)

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