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Boris Becker wird wohl aus englischer Haft abgeschoben: Weihnachtsfest mit der Familie

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Von: Stefan Schmid

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Boris Becker muss Weihnachten wohl nicht im Gefängnis verbringen. Zur Entlastung englischer Kassen wird er einem Bericht zufolge nach Deutschland abgeschoben. 

London - Eigentlich wurde Boris Becker von einem Londoner Gericht zu zweieinhalb Jahren Haft aufgrund von Insolvenzstraftaten verurteilt. Das ist nun sieben Monate her, und trotzdem scheint er schon bald wieder auf freien Fuß zu dürfen. Ein Programm im englischen Strafrecht für ausländische Gefangene ermöglicht Becker wohl, dass er laut The Sun um ein Weihnachten hinter Gittern herumkommt.

Boris Becker: Durch frühe Haftentlassung keine kurzfristige Zukunft in England

Wer sich jetzt bei der frühzeitigen Haftentlassung von Boris Becker über die Privilegien von berühmten Personen aufregt, behält – zumindest in diesem Fall – Unrecht. Die vorzeitige Entlassung ausländischer Sträflinge ist im Vereinigten Königreich fester Bestandteil des Strafrechts. Das Programm, dessen Nutznießer Becker jetzt ist, soll sowohl direkt die Gefängnisse als auch die britischen Kassen entlasten.

Boris Becker mit Freundin Lilian de Carvalho Monteiro vor der Verurteilung.
Boris Becker mit Freundin Lilian de Carvalho Monteiro vor der Verurteilung. © IMAGO/Martyn Wheatley / Parsons Media

Becker, der nach Informationen des britischen Boulevardmediums The Sun auf das vom Gefängnis vorgeschlagene Vorgehen eingegangen war, wird damit offenbar innerhalb des nächsten Monats aus der Haft entlassen. Fester Bestandteil des Straferlasses ist allerdings die Abschiebung in Beckers Heimatland Deutschland, wo er dank milderer Gesetzesgebung sofort auf freien Fuß kommen würde. Im Zuge der formalen Abschiebung würde es dem ehemaligen Tennis-Star in der näheren Zukunft nicht möglich sein, in das Vereinigte Königreich einzureisen. Das dürfte insofern zum Problem werden, da Beckers Freundin Lilian de Carvalho Monteiro in London lebt und arbeitet.

Becker: „Seiner Familie wird es sehr viel bedeuten, zu Weihnachten wieder vereint zu sein“

Soll das Weihnachtsglück im Hause Becker also vollendet sein, müsste Carvalho Monteiro nach Deutschland reisen. Die restliche Familie des Noch-Häftlings scheint sich jedenfalls auf das unerwartete Weihnachtsgeschenk zu freuen. „Ich bin sicher, dass es ihm und seiner Familie sehr viel bedeuten wird, zu Weihnachten wieder vereint zu sein“, so sein ehemaliger Sprecher gegenüber der Sun.

Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser zeigte sich vor wenigen Tagen noch deutlich pessimistischer ob einer vorzeitigen Haftentlassung. Ob sich nun innerhalb weniger Tage Entscheidendes getan hat oder ob Moser schlicht nichts Genaueres dazu sagen wollte, ist unklar. (sch)

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