Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz

EM-Tickets ausgelost

Die EM-Tickets konnten bis zum 12. Februar 2008 auf der Webseite des DFB beantragt werden.

Frankfurt/Main - Die EM-Tickets aus dem Kontingent des Deutschen Fußball-Bunds wurden am Mittwoch vormittag zugeteilt. Zur Verfügung standen nur 14.315 Tickets für 1.503.061 Besteller.

Für diejenigen, die sich um die begehrten Billets beworben haben, hatte das Warten ein Ende: Am Mittwoch wurden unter notarieller Aufsicht die Glücklichen ausgelost. Ex-Nationalspielerin Steffi Jones drückte um 9.32 Uhr auf die Okay-Taste des Auslosungs-Computers in der Frankfurter DFB-Zentrale: “Eine gigantische Aufgabe, aus über 1,5 Millionen Bestellungen allein für die drei Gruppenspiele der Nationalmannschaft rund 14 000 glückliche Gewinner zu ermitteln“, sagte Niersbach dazu am Mittwoch. Ein Mann mit dem Vornamen Martin war der erste der “Gewinner“, denen die Karten in den nächsten Tagen zugeteilt werden. Dabei gilt: Jeder bekommt maximal vier Karten und diese nur für ein Spiel. Die Tickets sind wieder personalisiert, um den Schwarzmarkt einzudämmen und mehr Sicherheit zu gewährleisten.

Frauenfußballerin Steffi Jones startete die Verlosung in der DFB-Zentrale gemeinsam mit DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

“Es wird leider nur wenige freudige Gewinner geben. Wir sind traurig, dass wir nur so wenige Karten verlosen können“, sagte Generalsekretär Wolfgang Niersbach vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). Denn es gehen lediglich 14 315 Karten für die drei Gruppenspiele der DFB-Auswahl in den öffentlichen Verkauf. Insgesamt kann der Verband für die Vorrunden-Partien gegen Polen und Kroatien (je 5722) sowie Österreich (10 321) über insgesamt nur 21 765 Vorrunden-Tickets verfügen, ein Drittel davon wird intern vergeben und verteilt.

Bei der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz erwarten die Veranstalter im Juni einen wahren Ansturm der Fußball-Fans. Für die 31 Endrunden-Partien in beiden Alpen-Republiken gibt es rund eine Million Eintrittskarten, nach Schätzungen von Verkehrsexperten werden aber fünfmal so viele Fans anreisen, wie Platz in den Stadien ist. Diese Besucherzahlen ergeben sich durch frühere Erfahrungswerte, sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kürzlich.

Besonders viele Anhänger werden aus dem Nachbarland Deutschland erwartet, die im Kampf um die begehrten Eintrittskarten auf Fortunas Hilfe hoffen müssen: Denn in Deutschland lagen nach Abschluss der einmonatigen Bestellfrist Mitte Februar 2 630 027 Bestellungen für Eintrittskarten vor. Allein für die drei Vorrundenspiele der deutschen Nationalelf gingen 1 503 061 Bestellungen von 502 024 Anhängern ein, von denen die meisten allerdings leer ausgehen werden.

Sollte die DFB-Elf in das Viertelfinale einziehen oder sogar bis in das Endspiel am 29. Juni in Wien kommen, bekäme der DFB noch einmal etwa 21 760 bzw. 22 800 Karten. Die genaue Anzahl hängt vom Gruppenplatz ab, als Zweiter stehen 5980 Karten für die erste K.o.- Runde zur Verfügung, als Erster 7020. Beim Einzug ins Halbfinale am 25. Juni in Basel kämen weitere 5980 hinzu, für das Finale würden 9800 Karten winken. In den freien Verkauf sollen auch in der K.o.- Runde 70 Prozent der Eintrittskarten aus dem DFB-Kontingent gehen.

Quelle: DPA

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