Einzige Frau bei NIGHT of the JUMPS

"Angst? Nichts da!"

München - Als erste Frau überhaupt zeigte die Freestyle-Motocross-Fahrerin Emma McFerran im März einen Backflip bei einer Weltmeisterschaftsserie. Nun kommt sie nach München.

Emma McFerran

Mit dem Backflip trug sich die 24-Jährige prompt in die FMX-Geschichtsbücher ein. Nun geht die Australierin als einzige Frau bei der NIGHT of the JUMPS am Samstag (19 Uhr) in der Olympiahalle an den Start. Die tz sprach mit McFerran über ihre Ziele, die Faszination ihres Sports und den schlimmsten Moment ihrer Karriere.

Wie sind Sie zum Freestyle ­Motocross gekommen?

McFerran: Durch meinen großen Bruder Matty. Er hat schon früh begonnen, Motocross-Rennen zu fahren. Ich habe ihm an jedem Wochenende zugesehen, bis ich selbst damit angefangen habe. Dann ist er auf Freestyle Motocross umgestiegen. Ich war zunächst skeptisch, aber er hat mir andauernd erzählt, wie toll das ist. Mit 13 Jahren hatte er mich überzeugt und ich habe begonnen.

Und das ziemlich erfolgreich! Sie sind eine von zwei weltweit anerkannten Fahrerinnen und werden bei der NIGHT of the JUMPS dabei sein.

McFerran: Ja, darauf freue ich mich sehr. Ich war bisher noch nie in München und werde hier einen Backflip zeigen.

Allerdings gab es in Ihrer bisherigen Karriere nicht nur schöne Momente. 2011 verunglückten Sie bei einem Sprung schwer.

McFerran: Ja, ich bin schwer gestürzt und hatte großes Glück, überlebt zu haben. Zwar musste ich ein paar Monate pausieren, weil ich mir einige Brüche zugezogen hatte, im Endeffekt ist es aber glimpflich ausgegangen.

Und trotzdem fordern Sie Ihren Schutzengel weiterhin heraus. Warum haben Sie sich entschieden, nach so einem schweren Unfall weiterzufahren?

McFerran: Ich habe einige Monate darüber nachgedacht, aufzuhören – mich dann aber dagegen entschieden. Dieser Sport ist so unglaublich faszinierend, setzt so viel Adrenalin frei. Wenn man einmal damit begonnen hat, ist es schwer, wieder aufzuhören. Allerdings springe ich nun nicht mehr von so hohen Rampen ab wie bei und vor meinem Unfall.

Was sagen die männlichen ­Kollegen?

McFerran: Da hatte ich noch nie Probleme. Die übrigen Fahrer sind alle sehr freundlich, es wird gefachsimpelt und sich ausgetauscht. Trotzdem mache ich auch gerne sogenannte Frauensachen: Ich ziehe mich gern schick an und gehe gerne feiern.

Interview: Lena Meyer

Rubriklistenbild: © fkn

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