Verein plant Anti-Gewalt-Offensive

Zwei Jahre Sperre für Prügel-Fußballer - ESV München schmeißt Gewalt-Duo wohl raus

Die Sportanlage des TSV München-Solln: Hier kam es Ende Oktober zur Prügel-Attacke nach einem Fußballspiel.
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Die Sportanlage des TSV München-Solln: Hier kam es Ende Oktober zur Prügel-Attacke nach einem Fußballspiel.

Die Gewalt-Attacke bleibt nicht unbestraft: Das Sportgericht spricht lange Sperren für die Münchner Prügel-Kicker aus. Der Verein plant weitere Konsequenzen.

München - Prügel, Sanitäter, Polizei: Ende Oktober war das Geschehen nach einem A-Klassen-Spiel in Solln eskaliert. Mehrere Spieler des ESV München II gingen auf Fußballer des TSV München-Solln II los. Und bekamen Niek K. in die Mangel. Mit Prellungen im Gesicht und einer Gehirnerschütterung brachten ihn Sanitäter nach der Attacke ins Krankenhaus. Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung nahm die Polizei noch am Sportplatz auf.

München: Prügel-Fußballer wollen Strafmaß wohl anfechten - ESV München beschäftigt sich mit Rauswurf

Aber wer hat zugeschlagen? Diese Frage hat das Kreissportgericht München nun - fünf Wochen nach dem Vorfall - offenbar endgültig geklärt. Und nach Informationen von Fussball Vorort ein Urteil gesprochen: 22 und 24 Monate Sperre für die gewalttätigen Sportler vom ESV München.

„Die Spieler sind damit nicht einverstanden“, sagt ESV-Abteilungsleiter Andreas Hinmüller, „sie werden wohl versuchen, das Strafmaß noch zu drücken.“ Ob ihnen das gelingt, ist für den Fußballchef eigentlich irrelevant: „Im Endeffekt ergibt es keinen Sinn, wenn sie im Verein bleiben.“ Schon unmittelbar nach dem Vorfall hatte er angekündigt, die Spieler aus dem Verein auszuschließen, sollte sich ihre Schuld bestätigen.

„Wir müssen Konsequenzen ziehen“: ESV München hakt Gewalt-Vorfall nicht einfach ab

„Es war eine harte Zeit. Sehr schwierig und belastend“, berichtet Hinmüller über die vergangenen Wochen. Jetzt stehen für ihn Gespräche mit den beiden gewalttätigen Spielern an. Aber auch das restliche Team will er vorerst nicht aus dem Auge lassen.

„Wir müssen uns fragen: Wie kommt es zu sowas überhaupt? Wie kann man verhindern, dass es wieder zu so etwas kommt?“, sagt er, „wir werden die Mannschaft jetzt begleiten und planen ein Anti-Aggressions-Training. Sowas darf nicht passieren. Wir müssen Konsequenzen ziehen.“ Mit dem Urteil des Kreissportgerichts ist der Fall intern beim ESV München noch lange nicht abgehakt. „Wir machen da nicht den Deckel drüber und gut ist“, kündigt Hinmüller an, „das habe ich der Mannschaft auch klargemacht.“ (Moritz Bletzinger)

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